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BCK MEDIENMITTEILLUNG:  Defacto Schliessung von Musik-Clubs und Musik-Bars durch den Bund, wie weiter?

BCK MEDIENMITTEILLUNG: Erneuter Lockdown für die Schweizer Kultur

Die Bar & Club Kommission hat Verständnis dafür, dass der Bund aufgrund der steigenden Covid-19 Ansteckungszahlen reagieren muss. Da es zur Natur der Sache gehört, dass es in Clubs zu engen Kontakten kommt, sind die durch den Bund verkündeten weiteren Einschränkungen aufgrund der epidemiologischen Lage nachvollziehbar. So hart wie dieser Entscheid die Nachtkulturbranche trifft, so wichtig war es, dass der Bund mit seinem heutigen Entscheid Clubs und Tanzlokale zu schliessen, für eine klare Situation sorgte. Die Limitation der Personenanzahl bei Veranstaltungen wird zu einem kulturellen Stillstand in der Schweiz führen. Durch die Polizeistunde vergrössert sich zudem der Kreis der Gastronomiebetriebe, deren Wirtschaftlichkeit durch die Covid-19 Schutzmassnahmen nicht mehr gegeben ist.

Insbesondere die Nachtkulturunternehmen sind somit als erste Branche von einem zweiten Lockdown betroffen. Dieser trifft Unternehmen deren Wirtschaftlichkeit seit sieben Monaten, infolge Covid-19 Schutzmassnahmen, eingeschränkt ist. Nur für rund 40% der Nachtkulturunternehmen herrschte zwischen Juli und September sowas wie ein regulärer Betrieb. Sieben Monate, ohne oder nur mit einem Teil der normalen Einnahmen zu wirtschaften, bringt jedes noch so gesunde Unternehmen in finanzielle Schwierigkeit, die Reserven neigen sich dem Ende zu, die Covid-19 Kredite sind aufgebraucht. Damit dieser erneute Nachtleben-Lockdown nicht zu einem kulturellen Kahlschlag in der Stadt Zürich führt, braucht es nun konkrete Zusagen, wie diese Branche in dieser schwierigen Situation unterstützt werden soll. Ohne Unterstützung ist damit zu rechnen, dass rund die Hälfte der Nachtkulturunternehmen bis Ende Jahr Personal entlassen und die Bilanz deponieren muss. Erste wichtige Schritte wurden heute in Bezug auf die Weiterführung der Kurzarbeit und den Erwerbsersatz für Selbständige und Arbeitnehmende in arbeitgeberähnlichen Positionen präsentiert. Damit Zürich weiterhin kulturell vielfältig bleibt, braucht es:

Nationale Regelung bei den Geschäftsmieten
Nur knapp die Hälfte der Nachtkulturunternehmen im Kanton Zürich konnten mit dem Vermieter eine einvernehmliche Lösung erzielen und dies auch nur für die Phase während des erstens Lockdowns im Frühjahr 2020. Es braucht dringender denn je eine nationale Lösung was der Mietzins für Geschäftsräumlichkeiten in Zusammenhang mit Covid-19 betrifft. Diese Lösung muss die ganze Phase in welchen die Wirtschaftlichkeit infolge Covid-19 Schutzmassnahmen eingeschränkt ist antizipieren.

Entschädigung für Kulturunternehmen
Ein wichtiges Unterstützungselement für Musik-Clubs stellt die Entschädigung für Kulturunternehmen dar. Doch diese muss nun dringend mit zusätzlichen Mitteln alimentiert werden, damit im Kanton Zürich auch die vom Bund empfohlen 80% des Schadens und nicht nur 50% wie bis her, ausbezahlt werden kann. Da nur ein Teil der von den Massnahmen des Bundes betroffenen Unternehmen Kultur-entschädigungsberechtigt sind, braucht es für diese eine Härtefall-Lösung.

Covid-19 Härtefall Reglement beschleunigen
Das Covid-19 Gesetz sieht einen Härtefall für Unternehmen, die von Covid-19 Massnahmen betroffen sind, vor. Nun braucht es eine sofortige Umsetzung dieser Härtefall-Massnahmen, Härtefall-Hilfe im Februar ist für viele Unternehmen schlicht und einfach zu spät!

Perspektive schaffen durch Zusammenarbeit – Rollende Planung
Die heute vom Bund verordneten Massnahmen gelten erstmals bis auf weiteres. Es ist uns bewusst, dass die Dynamik des Virus es verunmöglicht eine klare Ansage zu machen, bis wann die nun präsentierten Massnahmen gelten sollen. Umso wichtiger ist nun, dass es neben der wirtschaftlichen Unterstützung auch eine Zusammenarbeit mit den Behörden und der Forschung gibt, denn nur so erhalten die Nachtkulturunternehmen eine für sie so wichtige Perspektive. Es braucht eine rollende Planung um zu verhindern, dass die Türen der Bars und Clubs, solange Covid-19 unseren Alltag prägt nicht immer wieder auf und zu gehen.

Schliessen möchten wir die Medienmitteilung mit einem Appell, nicht nur die Swiss-Covid App zu nutzen und die Hygieneregeln zu befolgen, sondern auch auf private Feiern zu verzichten. Der Frühling hat gezeigt, dass wir dies gemeinsam können, genau diese Anstrengung braucht es nun, um die Lage in Griff zu bekommen und damit wir uns möglichst bald wieder, den Emotionen der Nacht hingeben können – Danke!

Medienmitteilung als PDF

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Integration der Schall und Laser Verordnung in die V-NISSG

Integration der Schall und Laser Verordnung in die V-NISSG

Wie verschiedene Medien berichteten, soll die Schall- und Laserverordnung (SLV) zukünftig in die Gesetzgebung Nichtionisierende Strahlung und Schall (NISSG) integriert werden. Die Vernehmlassung zur Verordnung zum Bundesgesetz über den Schutz vor Gefährdung durch nichtionisierende Strahlung und Schall (V-NISSG) ging am 31.05.2018 zu Ende. Grundsätzlich ist die Integration der bestehenden Schall- und Laserverordnung (SLV) in die NISSG aus Sicht der Bar & Club Kommission Zürich durchaus nachvollziehbar. Regelrecht vor den Kopf gestossen sind wir aber von der Tatsache, dass nicht einfach integriert, sondern die Absicht besteht, die gesetzlichen Rahmenbedingungen ohne Notwendigkeit zu verschärfen. Die heutige SLV ist erfolgreich eingeführt, allgemein akzeptiert und technisch durch die betroffenen Betriebe gut umsetzbar. Viele der Anpassungen und erhöhten Anforderungen in der V-NISSG scheinen uns willkürlich und entgegen einer bewährten Praxis. Da gerade Bars und Club von den einschneidenden Änderungen betroffen sind und diese im Worstcase gar zu Betriebsschliessungen führen könnten, haben wir als Bar & Club Kommission ausführlich und fristgerecht dazu Stellung bezogen. Nun liegt es beim Bundesamt für Gesundheit und den beratenden Organen, die kritisierten Punkte zu überprüfen und die V-NISSG dementsprechend anzupassen.

Stellungnahme der BCK zur V-NISSG

Für weitere Auskünfte zum Thema, wenden Sie sich bitte an Alexander Bücheli (BCK Pressesprecher).

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10.06.2018 Ja zur Kulturstadt Zürich, Nein zur Sechseläutenplatz Initiative

10.06.2018 Ja zur Kulturstadt Zürich, Nein zur Sechseläutenplatz Initiative

Am Sonntag, den 10. Juni steht nicht nur die Existenzgrundlage für einzelne Mitglieder und Freunde der Bar & Club Kommission auf dem Spiel. Ein Ja zur Sechseläutenplatz Initiative wäre auch ein Nein zur Kulturstadt Zürich. Kultur entsteht gerade dann, wenn die Möglichkeit existiert diese auszuleben. Der Sechseläutenplatz ist ein gutes Beispiel dafür, was entsteht, wenn die Politik Kultur ermöglicht. Jede Zürcherin und jeder Zürcher findet auf dem Sechseläutenplatz Angebote, die ihrem persönlichen Interesse entsprechen. Vom leeren Platz, der Oper, zur elektronischen Musik, von der Filmschauspielerin auf Tuchfühlung zum Zirkusclown, vom Bröttle bis zum Fondue bietet der Sechseläutenplatz heute alles, was das Herz der Zürcherin und des Zürchers begehrt. Der Sechseläutenplatz überzeugt nicht nur optisch, sondern er ist für Veranstaltungen auch bestens geeignet, es gibt keine Nachbarn und die Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr ist optimal. Eine Einschränkung der Nutzungstage, wie dies die Initiative fordert, würde zu einem Verdrängungskampf führen, verlieren würden die Stadtzürcher Bürgerinnen.

Kultur gehört in die Mitte der Stadt, der Sechseläutenplatz ist der ideale Ort um Kultur zu zelebrieren, deshalb empfehlen wir im Namen der Bar & Club Kommission Zürich, am 10. Juni 2018, auf eine Politik die Kultur ermöglicht zu setzen und ein Nein zur Sechseläutenplatz Initiative in die Urne zu legen!

Medienmitteilung

 

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300 Personen nahmen am 5. Tag der offenen Bar und Club Tür teil

300 Personen nahmen am 5. Tag der offenen Bar und Club Tür teil

Am Samstag, den 29.04.2017, nahmen rund 300 Personen die einmalige Gelegenheit war, um bei Tageslicht in die Magie der Nacht einzutauchen. Auf dem Programm standen Mix-Kurse, Degustationen, Clubführungen und künstlerischen Darbietungen geprägt von der Gegenwart und der Geschichte des legendären Niederdorfs. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die speziellen Inhalte, sondern auch der Austausch zwischen den Nacht-Kulturunternehmerinnen und den Besucherinnen des Tages der offenen Bar und Club Tür. Das Nachmittagsprogramm wurde dabei durch gut besuchte thematische Rundgänge zur Geschichte des Schwulen Ausgangs in Zürich und zur Live-Musik ergänzt. Ab 18 Uhr folgten im Cabaret Voltaire Vorträge und eine Podiumsdiskussion zum Thema „Gute Nacht, Niederdorf?“. Es fanden sich rund 100 Leute zur regen Diskussion ein. Dabei kam ganz klar zur Sprache, dass ein Niederdorf ohne Nachtleben auch für die Anwohnerinnen undenkbar sei, doch das es dabei um die Art und Weise des Ausgangs geht. Als besonders belastend von Seiten der Anwohnerinnen werden nicht die Bars und Clubs bezeichnet, sondern diejenigen welche im öffentlichen Raum ihre eigene Party feiern. Alexander Bücheli, Pressesprecher der Bar & Club Kommission Zürich, fasst es wie folgt zusammen: „Das Niederdorf ist und soll weiterhin ein Ort des Zürcher Ausganges sein, dabei steht vor allem die Qualität und nicht die Masse des Angebotes im Vordergrund. Um dies zu fördern, braucht es nicht nur gegenseitige Toleranz und weiterhin ein liberales Gastwirtschaftsgesetz, sondern evtl. auch zusätzliche Steuerungsmassnahmen wie beispielsweise eine Unterstützung der Niederdorf-Nachtkultur mittels Subventionen.  Mit dem Tag der offenen Bar und Club Tür – Willkommen im Niederdorf – hat die BCK einen gemeinsamen Prozess gestartet welcher im Rahmen eines regen Austausches zwischen den im Niederdorf ansässigen Bars und Clubs, mit weiteren gemeinsamen Spezialevents und Diskussion nun weitergeführt werden soll.“

Der Tag der offenen Bar und Club Tür 2017 – Willkommen im Niederdorf – war Bestandteil des zweiten nationalen Tages der offenen Club Tür, im Rahmen dessen mehr als 60 PETZI und SBCK Mitglieder aus rund 15 Schweizer Städten dazu eingeladen haben, bei Tageslicht einen Blick hinter die Kulissen von Clubs, Bars und Konzertlokalitäten zu werfen.

Medienmitteilung Fazit

www.openclubday.ch

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Stellungnahme zum Thema sexuell motivierte Gewalt im Nachtleben

Stellungnahme zum Thema sexuell motivierte Gewalt im Nachtleben

Sexuell motivierte Gewalt hat in unserer Gesellschaft, somit auch im Nachtleben nichts zu suchen. Flirts und eine ausgelassene Stimmung sind zwar genauso Bestandteil des Nachtlebens, wie gute Musik und feine Getränke und Ausgehen ist auch deshalb so attraktiv, weil es ermöglicht in der realen Welt neue Menschen kennenzulernen. Doch leider gibt es immer wieder Partygänger welche die Grenzen zwischen Flirten und einem Übergriff nicht kennen.

Sexuell motivierte Gewalt ist in den Zürcher Bars und Clubs glücklicherweise selten. Die Bar & Club Kommission setzt seit längerer Zeit aktiv mit diesem Thema auseinander.

Gäste, die sich bedrängt fühlen, egal welches Geschlecht, wenden sich am besten direkt und vertrauensvoll ans Personal, dort erhalten sie bedarfsgerechte Unterstützung. Potentiellen Übeltätern sei mit auf den Weg gegeben, dass Übergriffe nicht toleriert und mindestens mit einem Hausverbot sanktioniert werden.

Stellungnahme