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SBCK Medienmitteilung 22.02.2021: Keine Haurucköffnung auf Kosten der (Nacht)Kultur

SBCK Medienmitteilung 22.02.2021: Keine Haurucköffnung auf Kosten der (Nacht)Kultur

Die epidemiologische Lage in der Schweiz lässt glücklicherweise erste Lockerung wieder zu. Doch aus unserer Sicht ist es bei über tausend Ansteckungen pro Tag noch zu früh, um zusätzliche Lockerungen zu fordern.  Denn die Erfahrung mit Covid-19 hat gezeigt, dass Ansteckungen dann am effizientesten unterbunden werden können, wenn die Menschen zu Hause bleiben und möglichst wenig soziale Kontakte pflegen. Jede Wiedereröffnung, egal wie gut die Schutzkonzepte sind, birgt somit das Risiko eines Anstiegs an Neuansteckungen. Doch nur wenn die Ansteckungszahlen weiter sinken und das Impfen vorwärts geht, gibt es eine Perspektive für Musikveranstaltungen, das Nachtleben und für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Schweiz. Nur dann wird eine Wiedereröffnung unter Bedingungen, die auch für die städtische (Nacht)Gastronomie für nicht subventionierte Kulturunternehmen wirtschaftlich tragbar sind, möglich sein.  Denn was bringt eine zu schnelle Öffnung unter schlechten wirtschaftlichen Bedingungen? Was bringen Terrassenöffnungen einem grossen Teil der städtischen Gastronomie? Ein halb geöffneter Betrieb ist bei dem in der Schweiz herrschenden Kostendruck, nichts anderes als ein Konkurs auf Raten. Anscheinend interessiert es nur die wenigsten Politiker*innen ob ein Betrieb mit Schutzkonzept tatsächlich kostendeckend möglich ist.

Ja, auch das Nachtleben braucht nach bald 12 Monaten (Teil)Lockdown eine Perspektive, doch wir sehen gerade eine grosse Gefahr, dass sich die Geschichte des letzten Sommers wiederholt, dass eine vorzeitige Öffnung dazu führt, dass sich die epidemiologische Lage wieder verschlechtert. Würde dies passieren, ist es klar, dass sich die Perspektive der Nachtkulturunternehmen um Monate nach hinten verschiebt. Wir sind die Letzten, die wieder aufmachen können, von dem her sind wir auch die am meisten Leitragenden, wenn nun zu schnell geöffnet wird. Dabei sollten wir auch an die Jugendliche denken, die unter dem Lockdown leiden. Die psychischen Probleme häufen sich und wie gross das Bedürfnis nach sozialen Kontakten ist, lässt sich nicht nur in den Städten Wochenende für Wochenende beobachten. Wollen wir tatsächlich eine nachhaltige Perspektive für Jugendliche für die Kultur der Nacht schaffen, dann braucht es neben einer vorsichtigen Öffnungsstrategie auch Überlegungen dahingehend, ob Musikveranstaltungen in einer ersten Phase, zumindest draussen wieder stattfinden können.

Ein Gedanke zu Impfung oder negativer Test als Zugang zum Nachtleben sei uns noch erlaubt. Grundsätzlich haben wir ein Interesse daran, möglichst bald wieder unter wirtschaftlich tragbaren Bedingungen zu öffnen. Eine Immunität oder negativer Covid-19 Tests könnten hier eine Rolle spielen, doch neben technischen Fragen (wie alt darf der Test sein, welche Tests werden anerkannt etc.), muss auch der Datenschutz respektiert werden und es stellt sich die Frage, wer die Kosten für die Tests übernimmt? Es darf nicht sein, dass nur für das Nachtleben/Veranstaltungen besondere Zugangsbeschränkungen gelten, wenn dann muss überall, wo es zu engen Kontakten kommt, dasselbe Regime gelten. Es handelt sich somit um eine gesamtgesellschaftliche Fragestellung, was sind wir als Gesellschaft bereit für die wiedererlangte Freiheit zu geben?

Mededienmitteilung SBCK vom 22.02.2021

Die Schweizer Bar und Club Kommission ist
Bar & Club Kommission Zürich (BCK), Bar und Club Kommission Bern (BuCK), Grand Conseil de la Nuit Genève, Nachtgallen St. Gallen, Bar- und Club Vereinigung Winterthur (BCVW), Kultur und Gastronomie Basel (K&G Basel)

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Züribrätt, Spielerisch das Zürcher Nachtleben unterstützen

Züribrätt, Spielerisch das Zürcher Nachtleben unterstützen

Seit dieser Woche hat das Zürcher Nachtleben sprichwörtlich ein Brett vor dem Kopf. Dank dem Züribrätt (Leiterlispiel) kann man das Zürcher Nachtleben, die BCK, nun auch spielerisch unterstützen. Ein Grossteil der Einnahmen (nach Abzug der Produktionskosten) geht an die BCK und den Zürcher Nachtkulturfonds. Wir duften es schon Probespielen und es fätzt, stimmt sentimental weil man das Nachtleben vermisst und schürt gleichzeitig auch die Vorfreude, auf die zukünftigen Nächte die wir gemeinsam durchtanzen werden!

Zürich bei Nacht verbreitet normalerweise eine ganz eigene Magie. Zürich bei Nacht sind spannend, sie sind unberechenbar, sie sind lang und ausufernd. Oder kurz: Nächte in Zürich sind voller unvergesslicher Momente. Doch dann kam Corona und erschütterte auch die Nacht in ihren Grundfestungen. Nichts ist mehr wie es war und niemand weiss wie es wieder sein wird. Um dem Zürcher Nachtleben unter die Arme zu greifen und dessen politischen Vertretung, der BCK, im Kampf für die Nachtkultur mehr Mittel an die Hand zu geben, haben Mitarbeiter der Zürcher Agentur Inhalt und Form in den vergangenen zwei Monaten ein Leiterlispiel samt Spotify-Playlist und Instagram-Filter konzipiert und umgesetzt. Das Züribrätt bringt nicht nur die Abenteuer einer Zürcher Nacht in die eigenen vier Wände, denn Ziel des Spiels ist es, endlich nachhause zu kommen. Hinter der Aktion steckt aber viel mehr als nur ein Gesellschaftsspiel. Es ist auch und vor allem ein Zeichen der Solidarität mit einer wichtigen Mission. Der gesamte Gewinn wird im Rahmen einer Spende transparent an den Verein BCK weitergegeben, der mit seinem Fundraiser «Ausgeben statt Ausgehen» bereits seit Monaten gegen die Krisensituation in der Branche ankämpft.

Das in Zürich hergestellte «Züribrätt» gibt es ab dem 18. Februar in drei verschiedenen Ausführungen ab CHF 79.– zu kaufen. Wer sich ein Spiel der auf 500 Stück limitierten Erstauflage sichern und so das Zürcher Nachtleben unterstützen will, kann das unter www.zueribraett.shop tun.

Dabei möchten wir uns bei der Werbeagentur Inhalt und Form Werbeagentur LSA bedanken, dass es beim Züribrätt nicht einfach bei einer Schnappsidee blieb und beim Gonzo, Frieda’s Büxe, Fat Tony, Heldenbar, Hive Club, Klaus, Longstreet, Olé Olé Bar, Supermarket, Vagabundo, Zukunft – für das Bereitstellen der Gutscheine… Ein Dank geht auch an Alex Flach für die Kommunikation.

Medienmitteilung vom 17.02.2021

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BCK MEDIENMITTEILLUNG: Der Zürcher Nachtkulturfonds gewährt in 14 Fällen eine Soforthilfe, in der Höhe von insgesamt 70'000 Sfr.

BCK MEDIENMITTEILLUNG: Der Zürcher Nachtkulturfonds gewährt in 14 Fällen eine Soforthilfe, in der Höhe von insgesamt 70’000 Sfr.

Die BCK hat Mitte Januar entschlossen eine erste Tranche, in der Höhe von 70’000 Sfr., des Zürcher Nachtkulturfonds als Soforthilfe freizugeben. 15 Gesuche wurden innerhalb einer Woche eingereicht. Nach der Prüfung der Unterlagen hat diese Woche der Beirat des Zürcher Nachtkulturfonds entschieden 14 Gesuche mit Total 70’000 Sfr. zu unterstützen.

In drei Fällen handelt es sich dabei um Nachtkulturunternehmen (1 Betrieb und 2 Veranstaltungslabes), die aufgrund von Verbindlichkeiten vor einem drohenden Konkurs oder Mietkündigung stehen und die bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Form von Unterstützung erhalten haben. In 11 Fällen werden Einzelpersonen unterstützt, die normalerweise als DJ, Lichtkünstler*in, Ton- oder Lichtingenieur*in das Zürcher Nachtleben zum Teil schon seit Jahrzehnten mitgestalten und aufgrund von jeweils kleinen Pensen oder infolge eines Jobwechsels im Sommer keinen Anspruch auf Kurzarbeit hatten oder selbständig tätig sind und der Erwerbsersatz für die Deckung der Lebenskosten nicht ausreicht. Die finanzielle Not ging dabei so weit, dass der Übungsraum zur Wohnung wurde, um nicht von der Sozialhilfe abhängig zu werden.

Der durch die Gesuche sichtbar gewordene Unterstützungsbedarf bestärkt die BCK darin, dass gemeinsame Fundraising «Für eine gute Nacht, Usgeh statt Usgah» weiter zu führen. Damit im März die nächsten Gesuche unterstützt werden können, zählen wir weiterhin auf die Solidarität unserer Gäste, auf die von ehemaligen Nachtschwärmern und uns nachstehenden Unternehmen. Je mehr Geld zusammenkommt, desto mehr Härtefälle können unterstützt werden, desto mehr Geld bleibt um nach Covid-19 spannende Projekte zu realisieren!

Die eingereichten Gesuche zeigen, dass es nicht nur Unterstützung für Unternehmen braucht, sondern auch für kreativ tätige Menschen. Die Einführung eines Mindesteinkommens für Künstler- und Nachtgestalter*innen wie von Frau Regierungsrätin Jacqueline Fehr in Aussicht gestellt, wäre ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Wir hoffen, dass dies auch das Bundesamt für Kultur einsieht und den Kantonen dabei hilft, diesen Ansatz umzusetzen. Der Kanton Basel Stadt ist dabei lobenswerterweise schon einmal vorgeprescht und hat diese Woche ein dementsprechendes Unterstützungsprogramm präsentiert!

Medienmitteilung vom 12.02.2021

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Release der ersten Unterstützungstranche des Zürcher Nachtkulturfonds als Nothilfe

Release der ersten Unterstützungstranche des Zürcher Nachtkulturfonds als Nothilfe

Release der ersten Unterstützungstranche des Zürcher Nachtkulturfonds als Nothilfe für Nachtkulturunternehmen und Einzelpersonen. Nachtkulturunternehmen aus der Stadt Zürich und im Kanton Zürich wohnhafte Nachtaktivisten (Künstler*innen, Musiker*innen etc.) können bis zum 01.02.2021 einmalige sofortige Unterstützungsbeiträge anzufordern. Dieses Geld soll in Notsituation zur vorläufigen Liquiditätssicherung, z.B. bis zum Erhalt der Härtefallgelder im März dienen, damit soll eine drohende Betreibung, Konkurs, Kündigung der Wohnung oder der Gang zum Sozialamt verhindert werden.

Der Notstand muss begründet sein: Der Betrieb/Einzelperson muss glaubhaft darstellen, was alles unternommen worden ist, um die Liquidität zu sichern und belegen, dass es sich um ein gesundes Unternehmen handelt. Einzelpersonen müssen nachweisen können, dass mit dem nächtlichen Engagement, normalerweise ein Teil des Lebensunterhaltes bestritten wird. Es werden nur Verbindlichkeiten übernommen, die einen Betrieb, Einzelperson, nachweislich in eine akute  finanzielle Notlage bringen würde, beispielsweise eine Kündigung oder Betreibung mit sich ziehen würde. Dabei kann es sich um folgende Dringlichkeiten handeln:

  • Offene Rechnungen von Künstler*innen, Freelancer*innen etc. welche eine Leistung erbracht haben, aber noch nicht dafür bezahlt worden sind
  • Rechnungen von Lieferanten und Dienstleister*innen
  • Abgaben an die Sozialversicherungen (auch Privatperson)
  • Mieten (auch Privatperson)
  • Kranken-, Unfallversicherungsprämien (auch Privatperson)

Weitere Informationen
Medienmitteilung vom 26.01.2021

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Für e gueti Nacht - Spendengala auf 20 Minuten Online

Für e gueti Nacht – Spendengala auf 20 Minuten Online

Leider ist das Ende der Clubbing Durststrecke noch nicht absehbar, im Interesse von uns allen geht es weiterhin darum, die Covid-19 Ansteckungszahlen in der Schweiz zu senken. Doch am Samstag, den 02. Januar 2021 hat das Warten zumindest virtuell ein Ende, dann heisst es Party-Outfit anziehen, Getränke kühlstellen und zu Hause tanzen bis Mitternacht. Passend zum Ende der Festtage, an denen wir das Tanzen so sehr vermisst haben, aber auch als positives Signal für das Jahr 2021, bringen bekannte Zürcher Veranstaltungslabels die Stimmung der Nacht in einer exklusiv im Moods direkt live-produzierten Show zu euch nach Hause. Von Urban, Latin zu Rap, von Pop zu Electronic, zu Dance-Crews, Dragqueens, MCs und Sprayer ist alles dabei, was das bunte Zürcher Nachtleben ausmacht. Sei dabei und feiere am Samstag, den 02. Januar, ab 18 Uhr, auf 20Min Online corona-konform zuhause und spende dabei für den Zürcher Nachtkulturfonds, damit Zürich auch in Zukunft in der Nacht lebendig bleibt! Die Online-Spendengala ist Teil der gemeinsamen Fundraising Kampagne „Für e gueti Nacht – Ausgeben statt Ausgehen“ zur Stärkung der nächtlichen Abwehrkräfte!

LINK ZUM LIVESTREAM

PROGRAMM (alphabetische Reihenfolge):
Amber Eve – Arisco Lee – Ayo Hope – Baba Shrimps – Big Boys – Charly Büchi – Datt’Style – DJ Papi Electric – Freda Din – Freya – Jeff Van Phil – Joel Meier – K-RIM – Kings Elliot – Liu Bohème – Manon – Mauve de Mirabelle – MC Bronx – MC Piment – Mwp – Paprika – Playlove – Samuray Kuba – Sektion Züri – Siddhartha El Primero – Steiner & Madlaina – Tari G

Hosts: Myrto Joannidis, Ayo Hope, Cris Caprez

18:00 – ca. 19:30 LGBT+ & POP
Das Nachtleben ist ein Ort für Toleranz, Vielfalt, verschiedene Kulturen und Lebensweisen. Dabei sind die Ausgangswelten von hetero- und homosexuellen Veranstaltungen eng miteinander verbunden. Ohne Hetero-Clubs gäbe es keine grossen LGBT+ Partys. Diese Verbundenheit wollen wir sichtbar machen und in ihrer ganzen Diversität zeigen. Von Burlesque, Lip Sync über Tanzshows bis hin zu Konzerten wollen wir zeigen, wie die Nachtkultur ein Ort des Auslebens, ein Rückzugsort für Minderheiten und Nischen und des Verschwindens von Grenzen ist. Die Nachtkultur ist vielfältig, bunt und schrill und gehört zu Zürich wie die Street Parade. Auftreten oder interviewt werden: Steiner & Madlaina, Baba Shrimps, Kings Elliot, Freda Din, Jeff Van Phil, Liu Bohème, Paprika, Amber Eve, Mauve de Mirabelle & Charly Büchi.

ca. 19:30 – 21:00 URBAN
Rastlos auf der Suche nach dem besten Gästeerlebnis – das ist die Philosophie, welche die RESTLEZZ Crew seit bald 10 Jahren treibt. Mit über 200 Events jährlich sowie Kollaborationen mit diversen Partnern prägen sie seit Jahren die Club-Kulturszene im urbanen Bereich. Für die Spendengala wurde ein Programm zusammengestellt, welches aus einem Mix von Live Performances von MCs, DJs sowie Sneakerpaintern und Tänzer*innen besteht. Rappen werden die Jungs von Sektion Züri sowie das Zürcher HipHop Urgestein Piment. Die DJ Livesets präsentieren euch die DJs K-RIM, Big Boys und Mwp. Allesamt Resident-DJs an den angesagtesten HipHop und R&B Events der Schweiz. Begleitet wird das Ganze von einer künstlerischen Darbietung der Datt’Style Crew und einem Live-Sneakerpainting vom Künstler Jedy. Der Sneaker kann übrigens bei einer anschliessenden Auktion erworben werden. Der Gesamterlös aus dieser Auktion wird dem Nachtkulturfonds der BCK Zürich gespendet.

ca. 21:00 – 22:20 LATIN
In Cuba, der Dominikanische Republik, Venezuela und der Schweiz haben die Artisten unseres Latin Programmes ihre Wurzeln. Eines verbindet sie alle – ihre liebe zum urbanen Latin Genre. Und sie haben wesentlich dazu beigetragen, dass urban Latin und Reggaeton in Zürich einen festen Platz in der Club Kulturszene einnimmt. Wir sehen Videoproduktionen und erleben live Auftritte von Samuray Kuba, Tari G, Siddhartha El Primero und Ayo Hope. Abgerundet wird das Programm mit einem DJ Set von DJ Papi Electric sowie der Videopremiere von «Bailalo Reggaeton» von DJ Papi Electric feat. MC Bronx. Manos arriba!

ca. 22:20 – 24:00 ELECTRONIC
Die elektronische Clubszene von Zürich kann sich auch im internationalen Vergleich behaupten. Ob DJs rund um den Globus begeistern oder Lokalmatador*innen, die in der Limmatstadt genau wissen, wie sie die Menschen zum Tanzen bringen. In Zürich werden sämtliche elektronische Genres produziert, geschätzt, gespielt und vor allem gefeiert. Manon und Freya liefern uns einen Einblick in die kleine aber feine Szene.

Medienmitteilung vom 02.01.2021
Informationen zum Zürcher Nachtkulturfonds

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BCK MEDIENMITTEILLUNG:  Defacto Schliessung von Musik-Clubs und Musik-Bars durch den Bund, wie weiter?

BCK MEDIENMITTEILLUNG: Der Bundesrat ist konsequent, beendet endlich das politische Trauerspiel und schliesst Gastronomiebetriebe

Die Bar & Club Kommission hat Verständnis dafür, dass der Bund aufgrund der epidemiologischen Lage reagieren muss. Seit Beginn der Pandemie haben unsere Mitglieder im Rahmen ihrer Möglichkeit die Massnahmen des Bundes unterstützt. Dies wird nun auch beim erneuten Lockdown für die Gastronomie der Fall sein.

Die nun durch den Bund verkündigte Schliessung von Gastronomiebetrieben ist nichts anderes als konsequent und beendet das politische Trauerspiel, welches in den letzten Wochen auf dem Rücken einer ganzen Branche ausgetragen worden ist. Eine Schliessung, so traurig es klingt, ist aus unserer Sicht aktuell die bestmögliche Lösung.

Durch die Schliessung liegt nun endlich ein Härtefall vor, somit lassen sich Verhandlungen mit Vermietern über eine Mietzinsreduktion führen oder allenfalls eine Versicherungsdeckung beanspruchen. Positiv stimmt uns das die niedrigen Löhne unter 4’340 Sfr., rückwirkend per Anfang September auf 100% aufgestockt werden.

Enttäuscht ist die ganze Branche darüber, dass keine sofortige Unterstützung in Aussicht gestellt worden ist und dass es in Bezug auf die Härtefall-Unterstützung immer noch viele offenen Fragen gibt. Gemäss der heutigen Mitteilung des Kantons Zürich kann mit der Covid19 Härtefall Unterstützung erst im März 2021 gerechnet werden. Liebe Politiker*innen, fertig diskutiert, in Deutschland war es möglich die Unternehmen nicht nur zu schliessen, sondern gleichzeitig auch zu entschädigen. Eine Unterstützung im März ist für viele Betriebe schlicht und einfach zu spät!

Offen ist aus unserer Sicht, ob die durch den Bund heute verkündeten Massnahmen ausreichen um die Covid-19 Ansteckungszahlen tatsächlich zu senken. Die Erfahrung hat gezeigt, dass nur mit harten Massnahmen sich die Mobilität der Menschen einschränken und nur dann lässt sich das Virus kontrollieren.  Da wir gemeinsam die Zahlen runterbringen müssen, um für das Jahr 2021 eine Perspektive zu entwickeln, hätten konsequenterweise nicht nur die Gastronomiebetriebe geschlossen, sondern auch wieder die Homeoffice-Pficht eingeführt und die Skigebiete geschlossen werden.

Für viele Unternehmer*innen aus der Gastronomiebranche stehen traurige Weihnachten bevor. Wenn man als Gast etwas Hoffnung stiften möchte, bietet «Ausgeben statt Ausgehen», ein gemeinsames Fundraising zur Stärkung des Zürcher Nachtlebens, eine gute Möglichkeit dafür. Die Einnahmen kommen dabei dem neu geschaffenen Zürcher Nachtkulturfonds zu gute. Weitere Infos: www.ausgebenstattausgehen.ch

Medienmitteilung vom 18.12.2020

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BCK MEDIENMITTEILLUNG:  Defacto Schliessung von Musik-Clubs und Musik-Bars durch den Bund, wie weiter?

BCK MEDIENMITTEILLUNG: Das politische Trauerspiel auf dem Rücken der Unternehmen geht weiter!

Die Bar & Club Kommission hat Verständnis dafür, dass der Bund aufgrund der wieder steigenden Covid-19 Ansteckungszahlen reagieren muss. Seit Beginn der Pandemie haben unsere Mitglieder im Rahmen ihrer Möglichkeit die Massnahmen des Bundes unterstützt. Doch die aktuelle Salamitaktik und das Hickhack zwischen dem Bund und den Kantonen löst zunehmend Kopfschütteln aus. Hier wird ein politischer Machtkampf auf dem Rücken der Unternehmen ausgetragen, dabei verpasst man es eine klare Ansage zu machen, Barbetriebe zu schliessen und wie in Deutschland zu entschädigen. Stattdessen verliert man Zeit und entzieht den Unternehmen mit immer weiterführenden Auflagen jegliche wirtschaftliche Basis und nimmt somit einen Konkurs auf Raten in Kauf!

Schon vor der heutigen Verschärfung der Massnahmen durch den Bund erlitten die meisten Barbetriebe in der Stadt Zürich Umsatzeinbussen von mindestens 60%. Die nun ausgeweitete Sperrstunde auf 19.00 !!! entzieht den städtischen Gastronomiebetrieben jegliche wirtschaftliche Grundlage. Hinzu kommt noch, dass im Kanton Zürich weiterhin keine Freunde mehr, die nicht im gleichen Haushalt leben, am gleichen Tisch sitzen dürfen. Wie soll dies überprüft werden? Das Personal nimmt immer mehr die Rolle eines Polizisten ein, der Personalaufwand wird weiter steigen. Schon mit 40% des Umsatzes lassen sich in der Stadt Zürich die Fix- und Personalkosten nicht decken, das heisst die meisten Barbetriebe verlieren mehr Geld, als das sie einnehmen. Es gibt jetzt schon Abende an welchen eine Bar weniger als 20 Franken einnimmt. Die Gründe dafür liegen in der Polizeistunde, bei der sitzenden Konsumation (Kapazitätsrückgang), aber auch darin das viele Gäste wegbleiben, da sie verunsichert sind. Nicht verwunderlich, betont der Bundesrat ja bei jeder Gelegenheit, dass man möglichst auf soziale Kontakte verzichten und zu Hause bleiben soll.

Wieso der Bund nun nicht konsequent ist und Barbetriebe schliesst, stellt für uns ein Rätsel dar! Eine Schliessung wäre nicht nur aufgrund der epidiemologischen Lage die beste aller Lösungen, sie würde in der aktuellen Situation die betriebliche Wirtschaftssicherung erleichtern, denn nur bei einer amtlich verordneten Schliessung ist ein Härtefall gegeben. Nur dann lassen sich Verhandlungen mit Vermietern über eine Mietzinsreduktion führen oder allenfalls eine Versicherungsdeckung beanspruchen.

Ein Lichtblick gibt es in Bezug auf die Entschädigung der durch die Covid-19 Massnahmen stark betroffenen Branchen, da nicht nur das Budget für die Unterstützungsbeiträge erhöht werden soll, sondern nun auch Branchenlösungen angedacht sind. Denn Härtefall-Unterstützung braucht es jetzt und nicht erst im Frühling, wieso ist dies in Deutschland möglich und nicht in der Schweiz?

Die schwierige Situation in welcher sich die Bars in der Stadt Zürich befanden, verschlechtert sich somit kontinuierlich. Für Unverständnis sorgen dabei nicht die Massnahmen, sondern das politische Trauerspiel auf Ebene des Bundes und Kantons, welche nicht nur weitere Covid-19 Ansteckungen in Kauf nimmt und sondern auch Arbeitsplätze und die Existenz vieler Unternehmen gefährdet! Konsequenterweise müssten nicht nur die Gastronomiebetriebe geschlossen werden, sondern auch wieder Homeoffice eingeführt werden, damit die Mobilität der Menschen tatsächlich eingeschränkt wird. Der Kanton ZH könnte nun natürlich nächste Woche dementsprechend eine Schliessung der Gastronomie verfügen.

Umso wichtiger ist es nun, dass sich auch die Gäste mit der Nachtkultur solidarisieren, eine gute Möglichkeit dazu bietet «Ausgeben statt Ausgehen», ein gemeinsames Fundraising zur Stärkung des Zürcher Nachtlebens. Die Einnahmen kommen dabei dem neu geschaffenen Zürcher Nachtkulturfonds zu gute. Weitere Infos: www.ausgebenstattausgehen.ch

Medienmitteilung vom 11.12.2020

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BCK MEDIENMITTEILLUNG:  Defacto Schliessung von Musik-Clubs und Musik-Bars durch den Bund, wie weiter?

BCK MEDIENMITTEILLUNG: Der Kanton führt die «Salamitaktik» des Bundes weiter und gefährdet Arbeitsplätze, Barbetriebe in ihrer Existenz!

Der Kanton Zürich hat es heut verpasst, eine klare Ansage zu machen. Die Salamitaktik des Bundes wird einfach weitergeführt, Barbetriebe bleiben weiterhin offen, doch man entzieht diesen jegliche wirtschaftliche Basis. Die schwierige Situation in welcher sich die Bars in der Stadt Zürich befanden, verschlechtert sich somit weiter. Für Unverständnis sorgen dabei nicht die Massnahmen, sondern die «Salamitaktik» des Kantons, welche nicht nur weitere Covid-19 Ansteckungen in Kauf nimmt, sondern auch die Arbeitsplätze und die Existenz vieler Unternehmen gefährdet!

Schon vor der heutigen Verschärfung der Massnahmen durch den Kanton erlitten die Barbetriebe in der Stadt Zürich Umsatzeinbussen von mindestens 60%. Da nun keine Freunde mehr, die nicht im gleichen Haushalt leben, am gleichen Tisch sitzen dürfen und die Polizeistunde auf 22 Uhr festgelegt worden ist, wird der Umsatz weiter einbrechen. Der Personalaufwand für die Kontrollen wird nochmals steigen, die nötige Anpassungen an die Kontaktdatenerhebungstools ziehen zusätzliche Kosten mit sich. Schon mit 40% des Umsatzes lassen sich in der Stadt Zürich die Fix- und Personalkosten nicht decken, das heisst die meisten Barbetriebe verlieren aktuell mehr Geld, als das sie einnehmen. Die Gründe dafür liegen in der Polizeistunde, bei Kapazitätseinschränkung durch die sitzende Konsumation, aber auch darin das viele Gäste wegbleiben, da sie verunsichert sind. Nicht verwunderlich, betont die Politik bei jeder Gelegenheit, dass man möglichst auf soziale Kontakte verzichten und zu Hause bleiben soll.

Wieso der Kanton nun nicht konsequent ist und Barbetriebe schliesst, ist für uns ein Rätsel! Eine Schliessung wäre in der aktuellen Situation die bestmögliche Variante. Denn nur in einem Härtefall lassen sich Verhandlungen mit Vermietern über eine Mietzinsreduktion führen oder kann allenfalls eine Versicherungsdeckung beansprucht werden. Liebe Politik, ob offen oder zu, sicher ist, Härtefall-Unterstützung braucht es jetzt und nicht erst im Frühling!

Medienmitteilung vom 08.12.2020

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BCK MEDIENMITTEILLUNG:  Defacto Schliessung von Musik-Clubs und Musik-Bars durch den Bund, wie weiter?

BCK MEDIENMITTEILLUNG: Die «Salamipolitik» des Bundes gefährdet Barbetriebe in der Stadt Zürich in ihrer Existenz!

Die Bar & Club Kommission hat Verständnis dafür, dass der Bund aufgrund der stagnierenden Covid-19 Ansteckungszahlen reagieren muss. Doch anstatt eine klare Ansage zu machen, Barbetriebe zu schliessen und wie in Deutschland zu entschädigen, entzieht man diesen mit immer weiterführenden Auflagen jegliche wirtschaftliche Basis.

Schon vor der heutigen Verschärfung der Massnahmen durch den Bund, erlitten die meisten Barbetriebe in der Stadt Zürich Umsatzeinbussen von mindestens 60%. Da nun keine Freunde mehr, die nicht im gleichen Haushalt leben, am gleichen Tisch sitzen sollten, wird der Umsatz weiter einbrechen. Der Personalaufwand für die Kontrollen wird zusätzlich weiter steigen. Schon mit 40% des Umsatzes lassen sich in der Stadt Zürich die Fix- und Personalkosten nicht decken, das heisst die meisten Barbetriebe verlieren aktuell mehr Geld, als das sie einnehmen. Die Gründe dafür liegen in der Polizeistunde, bei der sitzenden Konsumation, aber auch darin das viele Gäste wegbleiben, da sie verunsichert sind. Nicht verwunderlich, betont der Bundesrat ja bei jeder Gelegenheit, dass man möglichst auf soziale Kontakte verzichten und zu Hause bleiben soll.

Wieso der Bund nun nicht konsequent ist und Barbetriebe schliesst, stellt für uns ein Rätsel dar! Eine Schliessung würde in der aktuellen Situation die betriebliche Wirtschaftssicherung erleichtern, denn nur bei einer amtlich verordneten Schliessung ist ein Härtefall gegeben. Nur dann lassen sich Verhandlungen mit Vermietern über eine Mietzinsreduktion führen oder allenfalls eine Versicherungsdeckung beanspruchen. Härtefall-Unterstützung braucht es jetzt und nicht erst im Frühling, wieso ist dies in Deutschland möglich und nicht in der Schweiz?

Die schwierige Situation in welcher sich die Bars in der Stadt Zürich befanden, verschlechtert sich somit kontinuierlich. Für Unverständnis sorgen dabei nicht die Massnahmen, sondern die «Salamipolitik» des Bundes, welche Arbeitsplätze und die Existenz vieler Unternehmen gefährdet!

Medienmitteilung vom 04.12.2020

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BCK MEDIENMITTEILLUNG:  Die Bar & Club Kommission lanciert rechtzeitig zum Wochenende hin ein gemeinsames Fundraising zur Stärkung des Zürcher Nachtlebens

BCK MEDIENMITTEILLUNG: Die Bar & Club Kommission lanciert rechtzeitig zum Wochenende hin ein gemeinsames Fundraising zur Stärkung des Zürcher Nachtlebens

Die Diskokugeln drehen ins Nichts, die Dance-Floors bleiben leer! Damit dies nicht für die Ewigkeit so bleibt, lanciert das Zürcher Nachtleben heute, passend zum Start des Wochenendes, mit «Für e gueti Nacht – Ausgeben statt Ausgehen» eine gemeinsame Fundraising Kampagne, mit dem Ziel die Kräfte des Zürcher Nachtlebens zu stärken. Die Spenden kommen je nach Wunsch dem neu geschaffenen Zürcher Nachtkulturfonds, der Bar & Club Kommission Zürich und gemeinnützigen Organisationen zugute.

Film Guyslaine Thalmann, Track Kalabrese

Wieso ein gemeinsames Fundraising?
Covid-19 ist die grösste Krise, die das Zürcher Nachtleben je erlebt hat. Trotz der Unterstützung durch den Kanton und des Bundes ist mit Härtefällen zu rechnen. Dies, weil die erhaltene Unterstützung für die Betriebssicherung nicht ausreicht, Gelder zu spät fliessen oder ein Unternehmen/Einzelperson nicht unterstützungsberechtigt ist. Doch in dieser schwierigen Situation gibt es auch Hoffnungsschimmer, die Solidarität ist spürbar und der Zusammenhalt unter den Zürcher Nachtkulturunternehmen ist so stark wie noch nie. Diese Dynamik soll nun genutzt werden, um die gemeinsamen Abwehrkräfte zu stärken. Dabei geht es nicht nur um Nothilfe zu Covid-19 Zeiten, sondern auch um die Zukunft. Die Gefahr ist gross, dass die während der Pandemie angehäuften Schulden zu einem Investitionsstopp führen, Investitionen die aber dringend nötig sind, damit Zürich bei Nacht weiterhin attraktiv bleibt! Weshalb die Einnahmen des Fundraisings nicht nur der BCK, zur Stärkung der Lobbyarbeit, sondern auch dem neugeschaffenen Zürcher Nachtkulturfonds zugutekommen. Da Not unterschiedliche Gesichter hat und auf Solidarität jene Menschen besonders angewiesen, die keine Lobby haben, wird ein Teil der Spenden an «Coronavirus Schweiz» der Glückskette und an die Zürcher Aktion «Essen für Alle» weiter gegeben.

Der Zürcher Nachtkulturfonds
Die Mittel des Nachtkulturfonds sollen zukünftig zugunsten der in der Stadt Zürich ansässigen Nachtkulturunternehmen und Initiativen sowie im Kanton Zürich wohnhafte Einzelpersonen verwendet werden. Dabei geht es nicht nur darum Betriebe oder Einzelpersonen in einer Krisensituation zu unterstützen. Dank den Mittel des Nachtkulturfonds sollen auch zukünftig Projekte und Investitionen finanziell mitgetragen werden. Die Vergabe der Gelder ist an ein Reglement verknüpft: Die Antragsstellenden müssen einen Mehrwert für das Zürcher Nachtleben darstellen und der Entscheid wird durch einen unabhängigen Beirat gefällt. Anträge können normalerweise zweimal jährlich eingereicht werden. Zur Überbrückung der Covid-19 Krise gibt es ausnahmsweise schon Mitte Januar eine Gesuchsrunde, mit dem Ziel erste Betriebe und Einzelpersonen im Februar 2021 zu unterstützen.

Weitere Infos
Medienmitteilung vom 26.11.2020