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Gemeinsam kommen wir da durch, gemeinsam werden wir auch wieder tanzen

BCK Medienmitteilung: Die Bar & Club Kommission unterstütz die neuen Weisungen des Kantons

Zürich, 01.07.2020

Liebe Medienschaffende, Liebe Freund*innen und Interessierte

Die Teststatistik zeigt, dass es auch in der Schweiz weiterhin neue Ansteckungen mit dem neuen Corona Virus gibt. Im Gegensatz zu anderen Orten des täglichen Lebens, wo es auch zu engen Kontakten kommen kann, z.B. im ÖV, sind Veranstaltungen die einzigen Situationen, wo eine Rückverfolgung der Fälle auch möglich ist. Die Erfahrungen des letzten Wochenende haben leider gezeigt, dass die Registration teilweise Mängel aufwies und es Gäste gibt, die das Contact Tracing mit falschen Angaben verunmöglichen. Es ist völlig unverständlich, was einen dazu bewegen kann, in einer solchen Situation falsche Kontaktangaben zu machen. Die BCK und ihre Mitglieder haben jedenfalls daraus gelernt und wir sind froh, konnten wir gestern Mittwoch gemeinsam mit dem Kanton festhalten, wie dieser Prozess optimiert werden kann. Ab diesem Freitag gilt für Veranstaltungen/Clubs:

  • Es gibt klar definierte Ansprechpersonen für das Contact Tracing Team, mindesten eine davon ist jeweils von 07 bis 22.00 erreichbar (Covid-19 Picket)
  • Der Eintritt erfolgt nur, wenn pro Gast mindestens eine bestätige Telefonnummer vorliegt.
  • Die Identität wird am Eingang geprüft – Gäste müssen einen amtlichen Ausweis mit sich führen.
  • Zusätzlich zu den Weisungen des Kantons, setzen wir die Nutzung des SwissCovid App voraus, Gästen können Alternativ eine Hygienemaske tragen.

Um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu garantieren, bitten wir die Gäste, sich schon im Vorfeld für ihre Wunschveranstaltung zu registrieren. Verlinkung auf den entsprechenden Kommunikationskanälen der jeweiligen Clubs. Für die Kooperation bedanken wir uns jetzt schon herzlich!

Diese Massnahmen werden nicht verhindern, dass es weiterhin zu Neuansteckungen kommen wird. Doch wir hoffen, dass dadurch die Arbeit des Tracing Teams vereinfacht werden kann und dass Ansteckungsketten möglichst schnell unterbunden werden können. Dabei ist es wichtig festzuhalten, dass das Contact Tracing erst dann beginnt, wenn ein bestätigter Fall vorliegt. Erst dann können wir als Betrieb auch aktiv werden, das heisst es bringt nichts, wenn sich Gäste beim Club melden. Man soll sich bei Symptomen testen lassen und sich an die Anweisungen des Contract Tracing Teams halten.

Pressemitteillung

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28.06.2020 BCK Statement:  SwissCovid App zur Optimierung des Contract Tracing an Veranstaltungen

28.06.2020 BCK Statement: SwissCovid App zur Optimierung des Contract Tracing an Veranstaltungen

Liebe Medienschaffende, Interessierte und Gäste

Die Teststatistik zeigt, dass es auch in der Schweiz weiterhin neue Ansteckungen mit dem neuen Corona Virus gibt, allerdings ist meist nicht bekannt, wo/wie diese passieren.

Im Gegensatz zu anderen Orten des täglichen Lebens, wo es auch zu engen Kontakten kommen kann, z.B. im ÖV, sind Veranstaltungen die einzigen Situationen, welche dank flächendeckender Gästeregistrierung ein Tracing der potentiellen Ansteckungsketten überhaupt ermöglichen. Dies funktioniert gut, wie das gestern in der Presse vorgestellte Beispiel zeigt. Die Kooperation zwischen dem betroffenen Veranstalter und dem Kantonsärztlichen Dienst war vorbildlich, die Kontaktdaten wurden sofort ausgehändigt.

Eine flächendeckende komplett anonyme Rückverfolgung JEGLICHER Ansteckungsketten in Echtzeit und ohne den Einsatz von Tracing Teams wäre wohl bloss mit der SwissCovid Tracing App möglich, welche bisher aber erst von ca. 10% der Schweizer Bevölkerung genutzt wird. Um eine bessere Rückverfolgung zu gewährleisten, empfehlen wir deshalb dringend, dass Gäste, welche Veranstaltungen besuchen, die SwissCovid App nutzen.

Dass Veranstaltungen als Ursprung einer Ansteckung folgerichtig eruiert werden, weil die Veranstalter ihre Hausaufgaben machen, ist selbsterklärend und  eine logische Konsequenz der Massnahmen die umgesetzt werden, um das Problem zu kontrollieren. Wir appellieren daran, die Logik nicht umzukehren und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen: Jeder Case ist ein Einzelfall und muss als solcher behandelt werden.

Die Mitglieder der Bar & Club Kommission sind an einem nachhaltigen Betrieb interessiert und werden weiterhin alles daran setzen, um die zurückerlangten Freiheiten und die Gesundheit ihrer Gäste zu schützen. Wir befinden uns in Kontakt mit der Gesundheits- und Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich, denn die Herausforderungen welche sich durch Covid-19 ergeben, lassen sich nur gemeinsam meistern!

Die Bar & Club Kommission Zürich steht für Interviews nicht zur Verfügung, da nun die Zusammenarbeit mit dem Kanton im Vordergrund unserer Aktivitäten steht.

Statement als Download

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MEDIENMITTEILLUNG:  Night of Light, Montag 22.06.2020, 22.00 bis 24.00 ein flammender Appell der Veranstaltungsbranche

MEDIENMITTEILLUNG: Night of Light, Montag 22.06.2020, 22.00 bis 24.00 ein flammender Appell der Veranstaltungsbranche

«Night of Light» – ein leuchtendes Mahnmal und ein flammender Appell der Kultur- und Veranstaltungsbranche – denn trotz ersten Lockerungsschritten – ist eine Unterstützung immer noch dringend notwendig! Als Erinnerung an die schwierige Situation der Schweizer Kulturunternehmen werden heute, Montag, von 22.00 Uhr bis 24.00 Uhr im Rahmen einer schweizerweiten Aktion alleine in der Stadt Zürich rund 50 Gebäude im roten Licht erstrahlen!

First out, last in, auch wenn die am letzten Freitag durch den Bundesrat verkündeten Lockerungsschritte zwar ein Schritt in die richtige Richtung sind, ist es jetzt schon klar, dass für die Kultur- und Veranstaltungsbranche die Auswirkungen der Covid-19-Krise noch über Monate spürbar sein werden.  Der Umsatz bewegte sich seit dem Lockdown gegen null. Anders als in den produzierenden Branchen können weggefallene Umsätze nicht nachgeholt werden, es konnte auch nicht «auf Vorrat» produziert werden; die Unternehmen in der Branche sind Dienstleister.

Trotz Zusicherungen des Bundesrates fühlen sich insbesondere die KMUs sowie die Selbständigen der Branche zunehmend im Stich gelassen. Durch die Streichung der Kurzarbeit für Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung sowie der Änderungen im Erwerbsersatz für Selbständige verschlechtern sich die Aussichten dieser Akteure noch einmal deutlich. Die Kultur- und Veranstaltungsbranche besteht zu einem grossen Teil aus kleinen und kleinsten inhabergeführten Unternehmen sowie aus Selbständigerwerbenden. > Hier ist eine Weiterführung der Unterstützung bis zum Normalbetrieb dringend nötig. Ebenso fordert die gesamte Branche mehr Planungssicherheit auch für die Zeit ab dem 1. September 2020 und ein Bewusstsein für die Zeithorizonte im Veranstaltungsgeschäft, es handelt sich dabei um keine Maschine, die einfach an- und abgestellt werden kann.

Die Inspiration zur Aktion «Night of Light» kommt aus Deutschland und wird in der Schweiz von EXPO EVENT, dem Schweizer Verband technischer Bühnen- und Veranstaltungsberufe und von der Music Promoters Association SMPA umgesetzt.

Teilnehmende Orte in der Stadt Zürich
Opernhaus, Mascotte, Plaza, Samigo Entertainment, Hotel Storchen, Hive Club, Theater am Hechtplatz, Butchers-Table, Gewerbehaus Eiken, Keller 62, Kaufleuten, Hiltl, Plaza, Gessnerallee, Z am Park, Okula AG, Ondit AG, Ticketino AG, Tokyoblue AG, JEFF Headquarter, Papiersaal, Scherrer Haus, Rote Fabrik, Lake Side, Blindekuh, Razzia, CREATRONIC Eventsolution GmbH, Unser Atelierdach & Atelierterrasse (Von Dodo & Dabu), Eurexpo AG,  Gleis 70, SLAINE Productions GmbH, EXIL, Barrio5, X-TRA, Jugendkulturhaus Dynamo, Techniker Berufsschule TBZ, Maag Halle, Tonhalle Maag, Hive, Freitag Turm, STAND UP AG, Messe Zürich, NOERD, Swissotel, Halle 622, Theater 11, Hallenstadion, Sonnenberg, Millers Theater, Kosmos usw.

Medienmitteilung


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Gemeinsam kommen wir da durch, gemeinsam werden wir auch wieder tanzen

BCK MEDIENMITTEILLUNG 19.06.2020: Das Nachtleben begrüsst die weiteren Lockerungsschritte durch den Bund, doch es braucht noch weitere Klärung und Unterstützung für das Nachtleben

Der Bundesrat präsentierte heute, Freitag, weitere Lockerungsschritte. Ab dem Montag den 22.06.2020 sind Veranstaltungen bis zu 1’000 Personen wieder erlaubt und die nationale Polizeistunde wird aufgehoben.

Die Bar & Club Kommission begrüsst diese Lockerungen, handelt es sich um die nächsten logischen Schritte eines etappierten Exits. Vor allem die Aufhebung der nationalen COVID-19 Polizeistunde war überfällig. Die Nachtkulturunternehmen wurden dadurch nicht nur vor grosse wirtschaftliche Herausforderungen gestellt. Die Polizeistunde war auch kontraproduktiv, da Bars und Clubs um 24 Uhr euphorisierte Gäste vor die Tür stellen mussten, die einfach auf der Strasse ohne Schutzkonzept und Rückverfolgbarkeit weiter feierten. Die Erhöhung der Personenanzahl auf 1’000 Gäste wäre zwar auch begrüssenswert, der Haken liegt aber in der damit verbundenen Auflage, dass sich jeweils nicht mehr als 300 Personen in einem Raum, Cluster befinden dürfen! Eine Lösung welche sich nur in den wenigsten Clubs der Stadt Zürich so umsetzen lässt – weshalb sich in Bezug auf die Gästezahl sich wohl für die meisten Nachtkulturunternehmen in der Stadt nichts ändern wird. Die Reduktion der Distanzregel von 2m auf 1.5m erleichtert es den Bars die COVID-19 Schutzmassnahmen umzusetzen. Dank der Möglichkeit stehende Konsumation wieder zuzulassen, kehrt somit ein wichtiger Teil der Barkultur wieder zurück.

Trotz der Freude, bleiben die Sorgen weiterhin bestehen. Das durch den Bund vorgegebene Tempo überrascht selbst die Akteure der Nacht. Die Nachtkultur ist keine Maschine, die von heute auf morgen wieder angelassen werden kann. Es braucht Zeit Inhalte zu entwickeln, ein Programm zu gestalten. Selbst wenn in der Schweiz alle Veranstaltungen wieder stattfinden könnten, befänden sich aufgrund der globalen Covid-19 Pandemiesituation zu wenig Bands und DJs auf Tourneen. Alleine mit Schweizer Künstlern lässt sich die Nachfrage nicht decken. Trotz den weiterhin bestehenden Herausforderungen gelten nun wenigstens Rahmenbedingungen, die sich an der Realität und am gesellschaftlichen Bedürfnis nach Kultur in der Nacht orientieren. Dies ermöglicht es weiteren Clubs in naher Zukunft den Betreib wieder aufzunehmen. Doch dies bedeutet keinesfalls Normalität, trotz Lockerungen wird das Nachtleben noch lange mit den Folgen von COVID-19 konfrontiert sein. Gerade die Übergangsphase durch den Sommer durch birgt die Gefahr von schleichenden Konkursen, falls die COVID-19 Unterstützung nicht weitergeführt wird.

Die Gesundheit unserer Gäste, der Bevölkerung liegt uns am Herzen, Hygienemassnahmen und Schutzkonzepte werden weiterhin Bestandteil von Veranstaltungen sein, Eigenverantwortung spielt eine wichtige Rolle und wie an anderen Orten, wo es zu engen Personenkontakten kommt, gilt auch im Club oder am Konzert, wer sich und andere schützt der trägt eine Maske. Grosse Hoffnung setzt das Nachtleben in den COVID-19 Tracing App, würde sich dadurch die Registrationspflicht erübrigen. Zudem würde die potentielle Ansteckungskette auf die tatsächlich engen Kontakte limitiert. Die Akteure des Zürcher Nachtlebens freuen sich auf jedes lachende Gesicht, gemeinsam haben wir eine schwierige Situation gemeistert, gemeinsam werden wir nun wieder mit der nötigen Vorsicht tanzen.

Medienmitteilung

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Covid-19 Polizeistunde =  Städte- und Unternehmerfeindlich - ein Argumentarium

Covid-19 Polizeistunde = Städte- und Unternehmerfeindlich – ein Argumentarium

Wochenende für Wochenende müssen in der Schweiz zehntausende, von meist jugendlichen Nachtschwärmern, um Mitternacht auf die Strasse gestellt werden. Schuld dafür ist die Polizeistunde, eine altertümliche Massnahme aus der Zeit der Prohibition, die nicht nur für die Bars und Clubs ein finanzielles Desaster ist, es stellt auch die Städte vor unnötige Herausforderungen was das Thema Sicherheit im öffentlichen Raum betrifft. Nicht nur für die städtische Gastronomie braucht es liberale Öffnungszeiten, nur so lässt sich das Bedürfnis der Gäste nur annähernd befriedigen, den Ansturm bewältigen, die Wirtschaftlichkeit erhöhen und die Sicherheit im öffentlichen Raum garantieren. Die nationale Polizeistunde soll aufgehoben werden, die regulären Öffnungszeiten wieder gelten!

Argumentarium der Schweiz Bar und Club Kommission

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Liebe Freund*innen der Nacht

Drei Monate mussten wir auf diesen Moment warten – Danke euch allen für die Geduld und dafür das ihr euch so diszipliniert an die Weisungen des Bundes gehalten habt. Doch die Lockerungen für Veranstaltungen bis 300 Personen bedeuten nun noch lange nicht, dass das Nachtleben in Zürich wieder stattfindet. Vor allem die Polizeistunde hindert uns eigentlich alle daran unserer liebsten nächtlichen Beschäftigung nachzugehen. Doch auch wir vermissen euch, eure lachenden Gesichter und die gemeinsamen Emotionen. Fühlt euch deshalb herzlich Willkommen bei den Veranstaltungen die es geben wird, weil wir euch lieben. Um einen möglichst reibungsvollen Ablauf zu garantieren bitten wir euch, wenn ihr krank seid oder auch nur so fühlt, auf einen Besuch zu verzichten, dies empfehlen wir auch den Personen die zur Risikogruppe zählen, informiert euch welche Schutzmassnahmen gelten und bringt eure persönliche Schutzmaske mit (Hygienemaske). Da die Kapazitäten, wie ihr wisst beschränkt sind, empfehlen wir den Vorverkauf, die Reservationsmöglichkeit zu nutzen. Schützt nicht nur euch selbst, sondern gebt auch auf eure Mitmenschen acht. Danke für die Zusammenarbeit!

Schutzkonzept PromoterSuisse (Version 1.1, 05.06.2020)

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BCK MEDIENMITTEILLUNG: COVID-19, weitere Lockerungsschritte durch den Bund – keine Lösung für das Nachleben in Sicht

Der Bundesrat präsentierte gestern, Mittwoch, erste Lockerungsschritte was Veranstaltungen bis zu 300 Personen betrifft. Von diesem Tempo waren selbst wir überrascht, da von Seiten des Bundes keine Kommunikation mit der Branche stattgefunden hat, wir Informationen nur über die Medien erhielten. Eigentlich unfassbar, wenn man bedenkt, dass die Musik- und Nachtkulturveranstaltungsbranche in der Schweiz mit 15 Millionen Besucher*innen 6 Mal mehr Eintritte generiert als die Super League. 

Die kommunizierten Lockerungsschritte betreffen auch Musik-Clubs, Konzerthallen und Musik-Bars. Die meisten Clubs und Musik-Bars werden in der Stadt Zürich trotzdem weiterhin geschlossen sein. Der Grund dafür ist, dass die geltenden Abstandsregel, 4m2 pro Person, und die Einschränkung der Öffnungszeiten solch gravierende Einschränkungen sind, dass diese nicht nur Wirtschaftlich, sondern auch inhaltlich nicht umgesetzt werden können!

Medienmitteilung vom 28.05.2020


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BCK MEDIENMITTEILLUNG: Veranstaltungen bis 1’000 Personen – Planungssicherheit Ja, aber keine Haurucklösungen

Der Bundesrat hat letzte Woche über die nächsten Schritte seiner COVID-19 Exitstrategie informiert. Neben der überraschenden Wiedereröffnung der Gastronomie und dem Verbot für Veranstaltungen über 1’000 Personen bis Ende August, lässt der Bund das Schweizer Nachtleben, die Veranstaltungsbranche bis zu 1’000 Personen, weiterhin in der Ungewissheit.

Verschiedenen Politiker*innen, die Wirtschaftskommission, fordern nun die möglichst schnelle Wiedereröffnung von Bars, Shisha Lounges und Diskotheken. Wir stehen diesem Vorstoss kritisch gegenüber, denn gerade im Nachtleben, lässt sich das Gebot von Social Distancing nur sehr schwierig räumlich und wirtschaftlich umsetzen und das Gebot steht auch in einem Widerspruch dazu, was unsere Gäste suchen, nämlich die soziale Nähe. Hier besteht die Gefahr das Schutzmassnahmen definiert werden (z.B. eine Reduktion der Kapazität), die sich wirtschaftlich nicht umsetzen lassen und durch den Zwang wieder zu eröffnen, der wirtschaftliche Schaden grösser ist, als wenn man die Clubs solange es epidemiologisch Sinn macht, geschlossen lässt und dafür die COVID-19 Kulturmassnahmen des Bundes ausdehnt.  Ein wichtiges Thema, wenn es um die finanzielle Absicherung von Nachtkulturunternehmen über einen längeren Zeitraum geht, stellt weiterhin das Thema Miete dar oder vereinfacht gesagt, bei einem durchschnittlichen Mietzins von 27’000 Sfr. pro Club, sichert eine nationale Lösung eine Vielzahl von Arbeitsplätzen in der Nacht. Wir fordern deshalb von den Parlamentarier*innen in Bern diese Woche keine Hauruck Öffnungsdebatte, sondern es braucht:

  • Klare Ansagen ab wann Veranstaltungen bis zu 1’000 Personen in der Schweiz wieder stattfinden können, dies noch vor dem 27. Mai, mit einer jeweiligen Vorlaufzeit von mindestens 4 Wochen.
  • Den Einbezug der Nachtkulturunternehmen (Schweizer Bar und Club Kommission (SBCK)und PETZI) in die Ausarbeitung realistischer Schutzkonzepte für die Nacht.
  • Einen Ausbau und Verlängerung der COVID-Verordnung im Bereich der Kultur, Ausdehnung der Ausfallentschädigung von 2 auf mindestens 6 Monate
  • Nothilfe für Musik-Bars, Musik-Clubs und Konzerthallen, die sich aufgrund des Lockdowns in einer finanziellen Notlage befinden und keinen Anspruch auf Kredite haben oder diese schon aufgebraucht sind.
  • Eine nationale Lösung in Bezug auf eine Mietzinsreduktion für die von COVID-19 betroffene Unternehmen, Reduktion von mindestens 70% bei geschlossenen Betrieben.

First in, last out. Das Schweizer Nachtleben ist von den COVID-19 Schutzmassnahmen eine der am längsten betroffenen Wirtschaftszweige der Schweiz. Seit dem 13. März wurden mehr als 6’000 Veranstaltungen abgesagt, die Umsatzverluste belaufen sich auf über 30 Millionen Schweizer Franken und rund 10’0000 Angestellte wissen nicht, wie und wann es für sie wieder an die Arbeit geht. Leider droht nun in der ganzen Debatte, was der Staat all die Massnahmen kosten, in der Wiedereröffnungseuphorie unterzugehen welcher Wert Kultur für unsere Gesellschaft hat. Handelt es sich dabei nicht um ein Luxusgut, sondern um den Kitt der unsere Gesellschaft zusammenhält. Gerade bei den Jugendlichen wird das Thema soziale Nähe immer wichtiger werden, wollen sie wieder gemeinsam Emotionen erleben, deshalb braucht es auch für Veranstaltungen bis zu 1’000 Personen eine Perspektive, will man verhindern dass sich die Leute an illegalen Partys ohne irgendwelche Schutzkonzepte vergnügen. 

Medienmitteilung vom 04.05.2020

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Entschädigung Musik-Kulturunternehmen im Kanton Zürich

Die Bar & Club Kommission ist hocherfreut über den Entscheid der Fachstelle für Kultur, die Entschädigung für Musik-Kulturunternehmen an objektiven Kriterien (SUISA Tarife H und K) zu orientieren. Damit nimmt sie Rücksicht auf die Realität eines funktionierenden Musikkosmos, für welchen es DJs, Live-Musiker*innen, Kellerbars aber auch grosse Hallen braucht. Für das Zürcher Nachtleben, geprägt durch eine lebendige DJ-Kultur, Herz der Zürcher Technoszene, bedeutet dieser Entscheid auch eine wichtige kulturelle Anerkennung.

Noch offene Fragen in Bezug auf die Entschädigung von Musik-Kulturunternehmen sind:
> Die Höhe des Budgets, welches für diese Entschädigungen zur Verfügung steht. Da nicht nur von 2 Monaten, sondern von 4 bis 5 Monaten ausgegangen werden muss, in welchen Musik-Clubs, Musik-Bars und Konzerthallen aufgrund der COVID-19 Schutzmassnahmen geschlossen sind.
> Wie geht man mit Einzelfällen um?  Z.B. mit Veranstaltern, die keine SUISA GT-H und GT-K Tarife abrechnen (dies über die Location geschieht), trotzdem aber zur kulturellen Vielfallt im Kanton beitragen.

Medienmitteilung vom 24.04.2020
Website der Kantonalen Fachstellt für Kultur

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Gemeinsam kommen wir da durch, gemeinsam werden wir auch wieder tanzen

Gemeinsam kommen wir da durch, gemeinsam werden wir auch wieder tanzen

Wir begrüssen die heutige Weisung des Bundesrates zur Verlangsamung der Coronavirus-Verbreitung, die endlich Klarheit und Rechtssicherheit sowie eine einheitliche Regelung für die ganze Schweiz schafft. Die Grenze von 50 Personen bedeutet, dass ab heute Freitag in der Stadt Zürich bis voraussichtlich 30. April keine Konzert- und Tanzveranstaltungen mehr stattfinden werden. Bars bis maximal 50 Personen dürfen unter Berücksichtigung der Weisungen des Bundesamtes für Gesundheit, bezüglich Information der Gäste und «Social Distancing» weiterhin geöffnet sein. Von diesem Entscheid des Bundes sind in der Stadt Zürich rund 160 Betriebe mit mehr als 2’000 Vollzeitstellen betroffen. Bis Ende April rechnet man mit einem Einnahmenverlust von 20 Millionen Schweizerfranken, der Absage von 2’000 kulturellen Veranstaltungen und über 4’000 Bookings von Künstlerinnen.

Um das Überleben der lokal verankerten Nachtkulturunternehmen in der Stadt Zürich im Kanton zu sichern, einen kulturellen Kahlschlag zu verhindern, braucht es nun nicht nur eine unbürokratische Abwicklung der Kurzarbeit-Gesuche, es braucht zusätzlich zum Hilfspaket des Bundes auch einen kantonalen Härtefallfond in der Höhe von 30 Millionen für Nachtkulturunternehmen im Kanton Zürich. Die Politik steht in der Verantwortung, wir fordern sowohl die Stadt als auch den Kanton zur Zusammenarbeit auf, um schnell Lösungen zu finden. Von diesem Fonds sollen auch Freischaffende (KünstlerInnen, Promoter, Gestalter usw.) profitieren, die abhängig von den Aufträgen der Nachtkultur sind.

Bei den Zürcher Nachtschwärmer*innen möchten wir uns für die bisherige Kooperation bedanken und sie bitten, sich an die Empfehlungen des Bundes zu halten!  Das bedeutet, auf Social Distancing zu achten und die Risikogruppen zu schützen. Gemeinsam kommen wir da durch, gemeinsam werden wir auch wieder tanzen!

Medienmitteilung vom 13.03.2020