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ZÜRI FÄSCHT 2019

ZÜRI FÄSCHT 2019

Über das Züri Fäscht und das diesjährige Musikkonzept wurde in den letzten Tagen viel geschrieben und diskutiert.  Hier nochmals die wichtigsten Punkte aus Sicht der BCK:

  • Die Vorgabe von 90dB (LAeq) ab 01.30 Uhr ist zu leise, um eine Outdoor-Kulturveranstaltung mit musikalischem Inhalt sinnvoll durchzuführen. Ein Kompromiss, der niemandem hilft. Die Nachtruhe ist sowieso gestört und Besucher wie auch Künstler sehen sich vom Restlärm des Festgeländes übertönt.
  • Dass die Schall-Aufzeichnungen jedes einzelnen Betreibers mit Musikbewilligung nach der Veranstaltung unaufgefordert bei der Stadtpolizei Zürich (Fachgruppe für Lärmbekämpfung) eingereicht werden müssen, sehen wir kritisch. Nachträgliche Interpretationen von Grenzwertüberschreitungen lassen zudem keine Ursachenbestimmung zu.
  • Die Ausnahmeregelung für zwei Standplätze (96dB LAeq – während den Konzerten), sonst 93db (LAeq – durchgehend) schafft ein Ungleichgewicht zu Plätzen, wo kuratierte Musik ebenfalls einen zentralen Inhalt darstellt.

Der BCK liegt ein Züri Fäscht am Herzen, an welchem auch Musikliebhaber*innen auf ihre Kosten kommen. «Züri Fäscht» impliziert einen Ausnahmezustand, der unweigerlich Begleiterscheinungen mit sich bringt, die sich logischerweise nicht mit dem Ruhebedürfnis von direkten Anwohnern vereinbaren lassen. Alleine die Menschenmassen, die Patrouille Suisse oder das Feuerwerk tragen zu einem Lärmteppich bei, der sich bei einer Veranstaltung in dieser Dimension nicht verhindern lässt. Gleichzeitig findet diese Veranstaltung nur alle drei Jahre statt und ist dabei bei weitem das einzige Volksfest in diesem Ausmass auf Stadtgebiet, welches nach 24 Uhr noch beschallt ist.

Deshalb setzen  wir uns im Namen unserer Mitglieder, welche am Züri Fäscht aktiv sind, für eine maximale Musiklautstärke von 96db LAeq (nach 01.30 Uhr 93db LAeq) oder mindestens 93db LAeq durchgehend, ein. Damit Zürich auch in Form eines Stadtfests den Charakter der Weltstadt erhält, die sie so gerne sein will.