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Die Bar & Club Kommission Zürich ist eine im Jahr 2011 gegründete Interessengemeinschaft von Kulturunternehmen, die im Zürcher Nachtleben tätig sind. Als Dachverband setzt sich der Verein für die Anliegen und Interessen der Zürcher Bars, Clubs sowie Eventveranstalter ein und vertritt diese gegenüber der Politik, Wirtschaft und der breiten Öffentlichkeit.

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BCK MEDIENMITTEILLUNG:  Die Bar & Club Kommission lanciert rechtzeitig zum Wochenende hin ein gemeinsames Fundraising zur Stärkung des Zürcher Nachtlebens

BCK MEDIENMITTEILLUNG: Die Bar & Club Kommission lanciert rechtzeitig zum Wochenende hin ein gemeinsames Fundraising zur Stärkung des Zürcher Nachtlebens

Die Diskokugeln drehen ins Nichts, die Dance-Floors bleiben leer! Damit dies nicht für die Ewigkeit so bleibt, lanciert das Zürcher Nachtleben heute, passend zum Start des Wochenendes, mit «Für e gueti Nacht – Ausgeben statt Ausgehen» eine gemeinsame Fundraising Kampagne, mit dem Ziel die Kräfte des Zürcher Nachtlebens zu stärken. Die Spenden kommen je nach Wunsch dem neu geschaffenen Zürcher Nachtkulturfonds, der Bar & Club Kommission Zürich und gemeinnützigen Organisationen zugute.

Film Guyslaine Thalmann, Track Kalabrese

Wieso ein gemeinsames Fundraising?
Covid-19 ist die grösste Krise, die das Zürcher Nachtleben je erlebt hat. Trotz der Unterstützung durch den Kanton und des Bundes ist mit Härtefällen zu rechnen. Dies, weil die erhaltene Unterstützung für die Betriebssicherung nicht ausreicht, Gelder zu spät fliessen oder ein Unternehmen/Einzelperson nicht unterstützungsberechtigt ist. Doch in dieser schwierigen Situation gibt es auch Hoffnungsschimmer, die Solidarität ist spürbar und der Zusammenhalt unter den Zürcher Nachtkulturunternehmen ist so stark wie noch nie. Diese Dynamik soll nun genutzt werden, um die gemeinsamen Abwehrkräfte zu stärken. Dabei geht es nicht nur um Nothilfe zu Covid-19 Zeiten, sondern auch um die Zukunft. Die Gefahr ist gross, dass die während der Pandemie angehäuften Schulden zu einem Investitionsstopp führen, Investitionen die aber dringend nötig sind, damit Zürich bei Nacht weiterhin attraktiv bleibt! Weshalb die Einnahmen des Fundraisings nicht nur der BCK, zur Stärkung der Lobbyarbeit, sondern auch dem neugeschaffenen Zürcher Nachtkulturfonds zugutekommen. Da Not unterschiedliche Gesichter hat und auf Solidarität jene Menschen besonders angewiesen, die keine Lobby haben, wird ein Teil der Spenden an «Coronavirus Schweiz» der Glückskette und an die Zürcher Aktion «Essen für Alle» weiter gegeben.

Der Zürcher Nachtkulturfonds
Die Mittel des Nachtkulturfonds sollen zukünftig zugunsten der in der Stadt Zürich ansässigen Nachtkulturunternehmen und Initiativen sowie im Kanton Zürich wohnhafte Einzelpersonen verwendet werden. Dabei geht es nicht nur darum Betriebe oder Einzelpersonen in einer Krisensituation zu unterstützen. Dank den Mittel des Nachtkulturfonds sollen auch zukünftig Projekte und Investitionen finanziell mitgetragen werden. Die Vergabe der Gelder ist an ein Reglement verknüpft: Die Antragsstellenden müssen einen Mehrwert für das Zürcher Nachtleben darstellen und der Entscheid wird durch einen unabhängigen Beirat gefällt. Anträge können normalerweise zweimal jährlich eingereicht werden. Zur Überbrückung der Covid-19 Krise gibt es ausnahmsweise schon Mitte Januar eine Gesuchsrunde, mit dem Ziel erste Betriebe und Einzelpersonen im Februar 2021 zu unterstützen.

Weitere Infos
Medienmitteilung vom 26.11.2020

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BCK MEDIENMITTEILLUNG:  Defacto Schliessung von Musik-Clubs und Musik-Bars durch den Bund, wie weiter?

BCK MEDIENMITTEILLUNG: Kantonales Härtefallprogramm, ein Schritt in die richtige Richtung, aber zu spät?

Liebe Medienschaffende
Der heutige Entscheid des Zürcher Regierungsrates für ein Härtefallprogramm ist ein Schritt in die richtige Richtung und enorm wichtig, wenn es um die Existenzsicherung von Betrieben geht, deren Wirtschaftlichkeit durch Covid-19 Schutzmassnahmen seit nun mehr 8 Monaten eingeschränkt ist. 

À-fonds-perdu Beiträge sind zentral, wenn es um die Existenzsicherung geht!
Die BCK begrüsst es, dass der Regierungsrat das Maximum an À-fonds-perdu Beiträgen ausschöpft. Die 80 Millionen Franken (40 Millionen vom Kanton und 40 Millionen Franken vom Bund) sind zentral wenn es um die Existenzsicherung einer besonders betroffenen Branchen geht.  Der Regierungsrat hat hier folgerichtig erkannt, dass Darlehen nicht helfen, da gerade besonders margenschwache Branchen wie die Gastronomie und das Nachtleben von Corona betroffen sind. Neben der Belastung durch den vorgesehenen Darlehenszins von 0.5%, ist die Chance das Darlehen zurückbezahlt werden können, klein. Gerade im Nachtleben lässt sich aufgrund der Kapazitätsgrenzen, der Umsatz nicht einfach steigern. Darlehen und Kredite sind somit nicht Nachhaltig wenn es um die langfristige Existenzsicherung geht, die Gefahr eines Konkurses auf Raten ist gross. Entsprechend richtig ist die Forderung vom Kanton an den Bund, dass dieser die À-fonds-perdu Beiträge erhöht und dafür auf Darlehen verzichtet.

Härtefall auch dann, wenn die schon gesprochene Unterstützung nicht ausreicht
Die Bar & Club Kommission fordert, dass von Härtefällen auch dann gesprochen werden kann, wenn die bisherigen Unterstützung nicht ausreicht. Es sollte klar sein, dass ein Nachtkulturunternehmen welches zwar Entschädigung für Kulturunternehmen erhält, diese aber nicht ausreicht (da nur 40% bis 50% und nicht wie vom Bund vorgesehen 80% des Schadens entschädigt wird), ein Härtefall darstellen kann.

Auszahlung im April ist zu spät
Kritisch sehen wir den vorgesehen Auszahlungstermin, eine Auszahlung der Gelder erst ab dem 1. April ist zu spät. Handelt es sich doch um Unternehmen deren Wirtschaftlichkeit seit acht Monaten, infolge Covid-19 Schutzmassnahmen, eingeschränkt ist. Nur für rund 40% der Nachtkulturunternehmen herrschte zwischen Juli und September sowas wie ein regulärer Betrieb. Acht Monate, ohne oder nur mit einem Teil der normalen Einnahmen zu wirtschaften, bringt jedes noch so gesunde Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten. Will das Zürcher Härtefall Programm tatsächlich Unternehmen retten, die komplett unverschuldet in die Krise geraten sind, dann müssen die Gelder früher fliessen.

Pressemitteilung vom 13.11.2020, als PDF

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BCK MEDIENMITTEILLUNG:  Defacto Schliessung von Musik-Clubs und Musik-Bars durch den Bund, wie weiter?

BCK MEDIENMITTEILLUNG: Erneuter Lockdown für die Schweizer Kultur

Die Bar & Club Kommission hat Verständnis dafür, dass der Bund aufgrund der steigenden Covid-19 Ansteckungszahlen reagieren muss. Da es zur Natur der Sache gehört, dass es in Clubs zu engen Kontakten kommt, sind die durch den Bund verkündeten weiteren Einschränkungen aufgrund der epidemiologischen Lage nachvollziehbar. So hart wie dieser Entscheid die Nachtkulturbranche trifft, so wichtig war es, dass der Bund mit seinem heutigen Entscheid Clubs und Tanzlokale zu schliessen, für eine klare Situation sorgte. Die Limitation der Personenanzahl bei Veranstaltungen wird zu einem kulturellen Stillstand in der Schweiz führen. Durch die Polizeistunde vergrössert sich zudem der Kreis der Gastronomiebetriebe, deren Wirtschaftlichkeit durch die Covid-19 Schutzmassnahmen nicht mehr gegeben ist.

Insbesondere die Nachtkulturunternehmen sind somit als erste Branche von einem zweiten Lockdown betroffen. Dieser trifft Unternehmen deren Wirtschaftlichkeit seit sieben Monaten, infolge Covid-19 Schutzmassnahmen, eingeschränkt ist. Nur für rund 40% der Nachtkulturunternehmen herrschte zwischen Juli und September sowas wie ein regulärer Betrieb. Sieben Monate, ohne oder nur mit einem Teil der normalen Einnahmen zu wirtschaften, bringt jedes noch so gesunde Unternehmen in finanzielle Schwierigkeit, die Reserven neigen sich dem Ende zu, die Covid-19 Kredite sind aufgebraucht. Damit dieser erneute Nachtleben-Lockdown nicht zu einem kulturellen Kahlschlag in der Stadt Zürich führt, braucht es nun konkrete Zusagen, wie diese Branche in dieser schwierigen Situation unterstützt werden soll. Ohne Unterstützung ist damit zu rechnen, dass rund die Hälfte der Nachtkulturunternehmen bis Ende Jahr Personal entlassen und die Bilanz deponieren muss. Erste wichtige Schritte wurden heute in Bezug auf die Weiterführung der Kurzarbeit und den Erwerbsersatz für Selbständige und Arbeitnehmende in arbeitgeberähnlichen Positionen präsentiert. Damit Zürich weiterhin kulturell vielfältig bleibt, braucht es:

Nationale Regelung bei den Geschäftsmieten
Nur knapp die Hälfte der Nachtkulturunternehmen im Kanton Zürich konnten mit dem Vermieter eine einvernehmliche Lösung erzielen und dies auch nur für die Phase während des erstens Lockdowns im Frühjahr 2020. Es braucht dringender denn je eine nationale Lösung was der Mietzins für Geschäftsräumlichkeiten in Zusammenhang mit Covid-19 betrifft. Diese Lösung muss die ganze Phase in welchen die Wirtschaftlichkeit infolge Covid-19 Schutzmassnahmen eingeschränkt ist antizipieren.

Entschädigung für Kulturunternehmen
Ein wichtiges Unterstützungselement für Musik-Clubs stellt die Entschädigung für Kulturunternehmen dar. Doch diese muss nun dringend mit zusätzlichen Mitteln alimentiert werden, damit im Kanton Zürich auch die vom Bund empfohlen 80% des Schadens und nicht nur 50% wie bis her, ausbezahlt werden kann. Da nur ein Teil der von den Massnahmen des Bundes betroffenen Unternehmen Kultur-entschädigungsberechtigt sind, braucht es für diese eine Härtefall-Lösung.

Covid-19 Härtefall Reglement beschleunigen
Das Covid-19 Gesetz sieht einen Härtefall für Unternehmen, die von Covid-19 Massnahmen betroffen sind, vor. Nun braucht es eine sofortige Umsetzung dieser Härtefall-Massnahmen, Härtefall-Hilfe im Februar ist für viele Unternehmen schlicht und einfach zu spät!

Perspektive schaffen durch Zusammenarbeit – Rollende Planung
Die heute vom Bund verordneten Massnahmen gelten erstmals bis auf weiteres. Es ist uns bewusst, dass die Dynamik des Virus es verunmöglicht eine klare Ansage zu machen, bis wann die nun präsentierten Massnahmen gelten sollen. Umso wichtiger ist nun, dass es neben der wirtschaftlichen Unterstützung auch eine Zusammenarbeit mit den Behörden und der Forschung gibt, denn nur so erhalten die Nachtkulturunternehmen eine für sie so wichtige Perspektive. Es braucht eine rollende Planung um zu verhindern, dass die Türen der Bars und Clubs, solange Covid-19 unseren Alltag prägt nicht immer wieder auf und zu gehen.

Schliessen möchten wir die Medienmitteilung mit einem Appell, nicht nur die Swiss-Covid App zu nutzen und die Hygieneregeln zu befolgen, sondern auch auf private Feiern zu verzichten. Der Frühling hat gezeigt, dass wir dies gemeinsam können, genau diese Anstrengung braucht es nun, um die Lage in Griff zu bekommen und damit wir uns möglichst bald wieder, den Emotionen der Nacht hingeben können – Danke!

Medienmitteilung als PDF

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BCK MEDIENMITTEILLUNG:  Defacto Schliessung von Musik-Clubs und Musik-Bars durch den Bund, wie weiter?

BCK MEDIENMITTEILLUNG: Defacto Schliessung von Musik-Clubs und Musik-Bars durch den Bund, wie weiter?

Die Bar & Club Kommission hat Verständnis dafür, dass der Bund und die Kantone aufgrund der steigenden Covid-19 Ansteckungszahlen reagieren müssen. Da es zur Natur der Sache gehört, dass es in Clubs zu engen Kontakten kommt, sind die durch den Bund verkündeten weiteren Einschränkungen auch für uns nachvollziehbar. Das Problem ist dabei, dass man auf eine klare Ansage verzichtet. Clubs und Musikbars dürfen zwar weiterhin geöffnet sein, doch da die Balance zwischen Covid-19 Schutzmassnahmen und Wirtschaftlichkeit für die grosse Mehrheit der Nachtkulturunternehmen nicht mehr gegeben ist, handelt es sich defacto um eine amtlich verordnete Schliessung.

Die grössten Einschränkungen ergeben sich dabei aus der sitzenden Konsumation und der Personenbeschränkung von 100 Personen pro autonomen Sektor/Raum. In vielen Betrieben lässt sich dies räumlich nicht oder nur mit sehr grossem Aufwand umsetzen. Durch die sitzende Konsumation lässt sich nur ein Bruchteil des normalen Gastronomie-Umsatzes, der normalweise 70% bis 100% der Kosten deckt, erzielen. Hinzu kommen die Mehrkosten beim Personal, schon alleine die Durchsetzung der Maskentragpflicht ist gemäss einer Umfrage bei den BCK Mitgliedern mit einem Mehraufwand von bis zu 300 Stellenprozent verbunden. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Aufwand mit der Konsumations-Sitzpflicht nochmals erhöht. Die wachsende Verunsicherung ist auch bei den Besucherzahlen spürbar, zwischen 25% und 75% weniger Gäste besuchten die Clubs am letzten Wochenende. 

Die schon schwierige Situation in welcher sich die Nachtkulturunternehmen im Kanton Zürich befanden, verschlechtert sich kontinuierlich, denn nur bei einer amtlich verordneten Schliessung ist ein Härtefall gegeben. Nur dann lassen sich Verhandlungen mit Vermieter über eine Mietzinsreduktionen führen. Wir hoffen, dass es der Bund nun nicht versäumt hat, mit den Kantonen auch über die Unterstützung dieser Branche zu sprechen! Eine solche ist wichtiger denn je, nur so können Konkurse von an sich gesunden Unternehmen verhindert und somit Arbeitsplätze gesichert werden. Ein wichtiges Element für die Musik-Clubs stellt dabei die Entschädigung für Kulturunternehmen dar, diese muss nun dringend mit zusätzlichen Mitteln alimentiert werden, damit auch wie vorgesehen 80% des Schadens und nicht nur 50% wie bis her, ausbezahlt werden kann. Da nur ein Teil der von den Massnahmen des Bundes betroffenen Unternehmen Kultur-Entschädigungsberechtigt sind, braucht es für diese ein Härtefall-Lösung. Genauso wichtig ist eine nationale Lösung was den Mietzins für Geschäftsräumlichkeiten in Zusammenhang mit Covid-19 Schutzmassnahmen betrifft, welche nicht nur für die Zeit während des Lockdowns gilt, sondern auch die Phase in welchen die Wirtschaftlichkeit infolge Covid-19 Schutzmassnahmen eingeschränkt ist, antizipiert. Um den Gastronomiebetrieben die Umstellung auf sitzende Konsumation zu erleichtern, braucht es dringend die nötigen politischen Rahmenbedingungen, damit Aussenplätze unbürokratisch provisorisch winterfest gemacht werden können.

Die Erfahrung mit Covid-19 zeigt, dass es um den Nachtkultur-Unternehmen eine Perspektive zu bieten, neben der wirtschaftlichen Unterstützung auch eine Zusammenarbeit mit den Behörden und der Forschung (wie dies z.B. in Deutschland geschieht) braucht. Eine nächste Exitstrategie muss auf einer gemeinsamen rollenden Planung basieren, um zu verhindern, dass die Türen der Bars und Clubs, nicht immer wieder auf und zu gehen. Leider gibt es weiterhin weder mit der Forschung noch auf der Ebene des Bundes oder dem Kanton eine wirkliche Zusammenarbeit.

Die epidemiologische Lage ist ernst, deshalb bitten wir unsere Gäste die SwissCovid-App nicht nur herunterzuladen, sondern auch zu aktivieren und sich an die Regeln des Bundes zu halten. Jetzt sind wir alle gefragt, wenn es darum geht einen zweiten Lockdown, für andere Branchen zu verhindern.

Medienmitteilung vom 20.10.2020

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BCK MEDIENMITTEILLUNG:  Neue Verordnung des Kantons, zusätzliche Perspektive für den Winter und kleine sowie mittelgrosse Nachtkulturunternehmen

BCK MEDIENMITTEILLUNG: Neue Verordnung des Kantons, zusätzliche Perspektive für den Winter und kleine sowie mittelgrosse Nachtkulturunternehmen

Der Zürcher Regierungsrat hat heute Donnerstag, den 24.09.2020, die Öffentlichkeit darüber informiert, welches Regime ab dem 01.10.2020 für Gastronomieunternehmen, insbesondere für Clubs im Kanton Zürich gilt.

Wir begrüssen es, dass es neu die Möglichkeit gibt auch Indoor Clubveranstaltungen mit bis zu 300 Personen durchzuführen, wenn eine Maskentragpflicht durchgesetzt wird. Diese Möglichkeit bietet vor allem für kleinere und mittlere Nachtkulturunternehmen, die über keinen Aussenbereich verfügen eine wichtige zusätzliche Perspektive, wenn es darum geht wirtschaftlich tragbare Veranstaltungen durchzuführen. Damit reagiert man auch auf die kältere Jahreszeit, wo es weniger attraktiv ist, sich draussen aufzuhalten. Die Verordnung gilt für einen Monat und ist ab dem 01.10.2020 wirksam.

Erst die Erfahrung der nächsten Wochen wird zeigen, ob die Gäste weiterhin Clubs besuchen, wenn eine Maskentragpflicht herrscht. Dabei zählen wir auch auf die Kooperation mit unseren Gästen, ein wichtiges Argument für den Gast wird dabei sein, dass bei einer Maskentragpflicht die Gefahr sich in eine Quarantäne begehen zu müssen wegfällt. Die in anderen Kantonen mit der Maskentragpflicht in Clubs gemachten Erfahrungen lassen uns durchaus optimistisch stimmen, dass dies auch in Zürich funktioniert. Es ist wichtig, dass Erfahrungen mit einer Maskentragpflicht in Clubs gemacht werden, die Situation gemeinsam beurteilt wird um aufbauend auf diesen Erfahrungen auch für den Winter Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine gewisse Perspektive bieten. Hier braucht es weiterhin einen Austausch mit dem Kanton, wir hoffen, dass dieser initiiert durch das Volkswirtschaftsdepartement dementsprechend auch weitergeführt wird. 

Trotz dieser neuen Perspektive befinden sich die Zürcher Nachtkulturunternehmen weiterhin in einer prekären Situation, da weiterhin nur für die wenigsten sowas wie ein Regelbetrieb herrscht und die grösseren Betriebe weiterhin geschlossen bleiben. Dank der Annahme des Covid-19 Gesetz in Bern herrscht nun wenigsten ein bisschen Sicherheit was die langfristige und leider auch nötige Unterstützung für Kulturunternehmen betrifft.  Auch wenn das Covid-19 Gesetz verabschiedet ist, braucht es eine nationale Lösung was den Mietzins für Geschäftsräumlichkeiten betrifft. Die Rückmeldungen der BCK Mitgliederbetriebe zeigen leider, dass weiterhin bei über der Hälfte der Betriebe noch keine Lösung gefunden worden ist und eine Mietzinsreduktion wenn dann nur für die Zeit des Lockdowns gilt. Die neuen Massnahmen des Kantons zeigen nun, dass für Nachtkulturunternehmen noch lange keine Courant normal herrschen wird. Eine nationale Regelung für Geschäftsmieten über den Lockdown hinweg wird ein immer wichtigeres Element, wenn es darum geht unnötige Konkurse von zuvor gesunden Unternehmen und damit verbundene Entlassungen zu verhindern (Covid-19 Geschäftsmietgesetz).

Medienmitteilung vom 24.09.2020