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Die Bar & Club Kommission Zürich ist eine im Jahr 2011 gegründete Interessengemeinschaft von Kulturunternehmen, die im Zürcher Nachtleben tätig sind. Als Dachverband setzt sich der Verein für die Anliegen und Interessen der Zürcher Bars, Clubs sowie Eventveranstalter ein und vertritt diese gegenüber der Politik, Wirtschaft und der breiten Öffentlichkeit.

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BCK Jahresbericht 2019

BCK Jahresbericht 2019

Die Bar & Club Kommission blickt auf ein ereignisreiches Vereinsjahr 2019 zurück. Gemeinsam mit der Gemeinderätlichen Gruppe Food, Bar, Club und Musikkultur reichten wir erstmals einen politischen Vorstoss ein, die Mediterranen Nächte für Zürich. Damit reagieren wir auf ein verändertes Bedürfnis unserer Gäste, diese möchten im Sommer auch nach Mitternacht draussen trinken. Bis jetzt war man dabei auf die Selbstversorgung angewiesen, 24-Stunden-Shops schossen aus dem Boden, zunehmende Probleme wie Littering und Lärm sind eine Folge davon. Will die Stadt für die Gastronomie auch in Zukunft noch attraktiv sein, braucht es eine längere Bewirtung für Aussengastflächen. Ein weiteres brisantes Thema war das Musikkonzept des ZüriFäscht 2019. Auf Intervention hin, von verschiedenen Mitgliedern, welche am ZüriFäscht veranstalteten, setzten wir uns für einen höheren Grenzwert als die vorgeschlagenen 90db nach 01.30 Uhr ein. Dabei entstand eine kontroverse Diskussion, die leider das eigentliche Ziel verfehlte, denn es ging nicht um die Frage ob es sich dabei um eine Verschärfung handelte, sondern schlicht und einfach darum, dass 90db für eine Veranstaltung, die draussen stattfindet, zu leise sind. Zu Diskussionen innerhalb des Vereins führte auch unsere Wahlempfehlung für den zweiten Wahlgang in den Nationalrat, an der Person von Ruedi Noser. Solche Diskussionen sind wichtig und zeigen das die BCK auch als Verein lebt, zudem lernen wir daraus und können unser politisches Engagement laufend optimieren. Zu den neuen Projekten 2019 zählt die Zusammenarbeit mit den Elektrizitätswerken der Stadt Zürich, in Bezug auf den Aufbau einer spezifischen Energieberatung für Nachtkulturunternehmen. Oder unser Engagement für mehr Frauen in der Nacht, im Rahmen des Unternehmerinnen Stammtisches. Für Kopfweh sorgt weiterhin das Thema Lärm und die immer wiederkehrenden Probleme mit Lärmklagen aus der Nachbarschaft. Auch hier konnten wir einen wichtigen Schritt in die Zukunft machen, in dem wir im Namen der Schweizer Bar und Club Kommission, GastroSuisse dazu motivieren konnten sich Gedanken über eine nationaleLärmstrategie zu machen. Erstmals ist die Mitgliederanzahl trotz elf Neumitgliedern stagniert, dies hat vor allem damit zu tun, dass einzelne Betriebe schliessen mussten und das aufgrund der Vielzahl von Projekten die Akquise neuer Mitglieder darunter litt. Erfreulich ist, dass wir auch 2019 mit Smith & Smith AG, Appenzeller Bier, SBier, Landolt Weine und Bar Mate fünf neue Supporter gewinnen konnten. Ohne Gönner, Sponsoren und Partner, welche die Bar & Club Kommission unterstützen und dem grossen Einsatz des unentgeltlich arbeitenden Vorstandes, wäre es nicht möglich die Anliegen der Nachtkultur zu vertreten. Allen welche dabei behilflich waren, die BCK Erfolgsstory im Jahr 2019 weiterzuschreiben, gehört ein grosses Dankeschön und wir freuen uns jetzt schon auf die weitere Zusammenarbeit im nächsten Jahr.

Ein herzliches Dankeschön geht an die folgenden BCK Gönner und Partner, ohne deren Unterstützung wäre es nicht möglich gewesen, uns so für die Anliegen der Nacht einzusetzen: Coca-Cola, Fresh Drink, Diwisa, Huber Getränkehandlung AG, Feldschlösschen Getränke AG, Macam, Intercomestibles, Red Bull, Wimag Management, ALIVE Media AG, Desillusion, Extremprint, Propaganda, Rocket Science, ValueQuest, ATP Security, Barfachschule Zürich, Be my Angel, RC Protect, Supreme Security AG, Proced GmbH, DonHuber GmbH, WATCHMAN Security Services GmbH, Landolt Weine, Bar Mate, Smith & Smith Wine Company, Brauerei Locher – Appenzeller Bier, sBier

Jahresbericht 2019

Präsentation GV 2019

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FAZIT TAG DER OFFENEN BAR UND CLUB TÜR 2020

FAZIT TAG DER OFFENEN BAR UND CLUB TÜR 2020

Liebe Nachbarn, Partygänger*innen, Kinder, Behördenvertreter*innen und Politiker*innen

Danke für die spannenden Begegnungen und Diskussionen im Rahmen des 8. Tages der offenen Bar und Club Tür in der Stadt Zürich. Rund 600 Personen nutzten das Angebot und liessen sich bei Tageslicht in die Magie der Nacht einführen. Als wahres Publikumsmagnet stellten sich der Kinderclub im Gonzo und der Bazar im Ole Ole Bar heraus. Aber auch die Podiumsdiskussion Worte sind Taten: Von Hate Speech zu Hate Crime und der Rundgang Mythos Langstrasse waren sehr gut besucht. Gar ausgebucht war der DJ-Kurs im Klaus Club. Die Besucherschar war so bunt wie das Programm, von der Mutter und Vater mit Kind, Nachbar, Szenen-Kenner*in, bis zum Politiker konnten wir Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen dazu motivieren, am diesjährigen Tag der offenen Bar und Club Tür teilzunehmen. Gerade diese Mischung entschädigt für den ganzen Aufwand und macht diesen Tag so wertvoll und faszinierend. Oder wann gibt es schon die Möglichkeit sich mit Nachbarn zu unterhalten, ohne dass gerade Stress oder ein Lärmproblem vorliegt? Wann trifft man Vater und Tochter im Klaus an, die sich beide über das DJ-Pult beugen, um in die Kultur des Auflegens eingeführt zu werden? Oder der Vater der entspannt am Bier an der Bar nippelt und dabei seinen kleinsten beim tanzen auf dem Dancefloor zuschaut? Wann gibt es die Möglichkeit sich von Expert*innen und Betroffenen die Zusammenhänge zwischen der Abstimmung vom 9. Februar, Ja zum Schutz vor Hass, und homophober Gewalt erklären zu lassen? Oder sich von international angesehen Schallexperten den Zusammenhang zwischen Gestaltung des öffentlichen Raums und der Entwicklung von Lärm erklären zu lassen? All diese Bilder nehmen wir mit und lassen jetzt schon eine Vorfreude auf den nächsten Tag der offenen Bar und Club Tür aufkommen. Dieser wir am Samstag, den 06. Februar 2021 stattfinden!

Bedanken möchten wir uns bei allen teilnehmenden Betrieben: Bagatelle §93Bronx Club, Cinchona Bar, Club Zukunft, Longstreet Bar, Stubä, Gotthard Bar, Olé Olé Bar, Klaus, Gonzo, Club Sender, Klub Vieri, Millieu Bar, Toro Bar und bei den Experten Christian Frick (Rocket Science) Alex Flach, Florian Vock (Präsident nationales Komitee «Ja zum Schutz vor Hass am 9. Februar»), Marco Uhlig (BCK, Heaven Club, BOYAKASHA), Léa Spirig (DJ, Veranstalterin und Redaktorin SRF), Dayana Mordasini (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sicherheitsdepartement), Luca Papini (DJ, Entertainer, Host), Milieu Mauri, Rislane El Harat, Soulmaniacs Trio Und den Partnern PETZI, Live DMA, Schweizer Bar und Club Kommission – SBCK, NachtStadtrat Zürich, ProNachtleben Zürich, Landolt Weine AG, Artwork: www.lifeinvanilla.com, Fotos: Boris Müller.

Stolz ist man darauf, dass aus der Idee, welche 2013 in Zürich das erste Mal das Licht der Welt erblickte, sich eine europäische Bewegung entwickelte. In Kooperation mit der Schweizer Bar und Club Kommission (SBCK), PETZI, dem Verband Schweizer Musikclubs und Festivals, und der Europäischen LIVE DMA fand am Samstag, den 1. Februar 2020, zum zweiten Mal der europäische Open Club Day statt. Insgesamt öffneten über 150 Bars, Clubs und Konzertlokale aus mehr als 12 Ländern und Regionen Europas ihre Türen.

Aftermovie

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Samstag, 01. Februar 2020, ab 14 Uhr, 8. Tag der offenen Bar und Club Tür – Im Fokus die Langstrasse im Kreis 4

Samstag, 01. Februar 2020, ab 14 Uhr, 8. Tag der offenen Bar und Club Tür – Im Fokus die Langstrasse im Kreis 4

Der Langstrasse wurden schon die verschiedensten Attribute zugeteilt, vom Scherben-Quartier, zu Little-Italy, zur Sündenmeile und Drogenhölle schlechthin. Heute steht die Langstrasse für den Ort, wo Zürich in der Nacht lebt. Wer sich ein aktuelles Bild über die Nachtkultur an der Langstrasse machen, sich von Insidern nächtliche Geschichten erzählen lassen will, dem stehen am Samstag, den 1. Februar, im Rahmen des achten Tages der offenen Bar und Club Tür, die Türen ausnahmsweise auch einmal am Nachmittag offen. Das Programm umfasst dieses Jahr neben den schon fast traditionellen Betriebsführungen (Zukunft, Longstreet und Stubä) und Tastings (Cinchona Bar, Gotthard Bar), erstmals auch eine Plattenbörse (Gotthard Bar) und ein Bazar (Olé Olé Bar). Die Gäste können sich im Rahmen von Schnupperkursen aktiv als DJ (Klaus und Bagatelle 93), Lightjockey (Vieri) oder Tänzerin (Toro Bar) üben, es gibt einen Sirup-Workshop (Milieu Bar) und es dürfen Karaoke Künste (Toro Bar) zum Besten gegeben werden. Zum Programm gehören auch ein Treffen der Vereine ProNachtleben Zürich, dem NachtStadtrat und der BCK (Sender), ein Soulmaniacs Trio Showcase (Bagatelle 93), ein Schall- sowie Insiderrundgang und nicht zu vergessen für die nächste Generation gibt es wieder einen Kinderclub, dieses Jahr mit DJ Milieu Mauri im Gonzo.  Aus aktuellem Anlass folgt zum Abschluss ein Podium (Bronx Club) zu homophober Gewalt in der Stadt Zürich und inwiefern die Abstimmung über die Erweiterung der Antirassismus-Strafnorm vom 9. Februar hilft, Gewalt präventiv zu verhindern. Die Bar & Club Kommission Zürich und die teilnehmenden Nachtkulturunternehmen freuen sich auf Ihren Besuch, Ihre Fragen und auf spannende Diskussionen über die nächtliche Realität. 

Detailprogram
Weitere Infos

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Postulat Mediterrane Wochen für Zürich

Statement der Bar & Club Kommission Zürich, zur Einsprache der IG Innenstadt als Wohnquartier, gegen das Pilotprojekt Mediterrane Nächte für Zürich

Heute Dienstag den 17.12.2019 hat der Verein, Interessengruppe (IG) «Innenstadt als Wohnquartier», darüber informiert, dass sie beim Stadtrat eine Einsprache gegen das Pilotprojekt Mediterrane Woche für Zürich eingereicht haben.  Da befürchtet wird, dass sich die Lage in der Innenstadt, die jetzt schon Ballermann ähnliche Zustände aufweist, noch weiter verschlimmern wird. Als Interessensgemeinschaft des Zürcher Nachtlebens möchten wir dabei auf folgende Argumente, für die Mediterranen Nächte in Zürich hinweisen:

Die Mediterranen Nächte für Zürich setzen am Status Quo an. Es handelt sich um ein gesellschaftliches Bedürfnis auch nach Mitternacht draussen zu trinken, das heisst die Menschen befinden sich jetzt schon im öffentlichen Raum und versorgen sich einfach über die 24-Stunden-Shops selbst mit Getränken. Dabei haben bewirtete Aussenflächen gegenüber der jetzt üblichen Selbstversorgung den Vorteil, dass:
– die Erfahrung zeigt, dass sitzende Menschen ruhiger sind als wenn sie stehen oder laufen,
– bei bewirteten Terrassen die soziale Kontrolle durch das Personal gegeben ist, diese können Gäste um Ruhe bitten und räumen den Abfall weg,
– den Gästen Toiletten zur Verfügung stehen, sie müssen somit nicht wild urinieren.  

Wichtig ist es darauf hinzuweisen, dass es sich um einen Pilotversucht handelt, der wissenschaftlich begleitet wird und sich, falls es wieder Erwarten zu einer grösseren Belastung für die Anwohner*innen kommt, jederzeit stoppen lässt. Es ist nicht davon auszugehen, dass mehr Leute als heute von ausserhalb nach Zürich kommen, nur weil die Terrassen 2 Stunden länger geöffnet sind. Diese Einsprache verhindert eine sich am gesellschaftlichen Bedürfnis orientierende Lösung und stärkt nur den Status Quo der häufig kritisierten 24 Stunden Shops. Andere Städte in der Schweiz haben auf dieses gesellschaftliche Bedürfnis schon reagiert und mit Erfolg verlängerte Öffnungszeiten für Aussengastronomie eingeführt

Zur Aussage das jetzt schon Ballermann ähnliche Zustände herrschen, noch ein paar Zahlen zum Abschluss. 2018 gab es in der Stadt Zürich nach Mitternacht 3’000 Lärmklagen. Das sind bei den rund 200’000 Privathaushalten welche es in der Stadt Zürich gibt, maximal 1.5% der Haushalte, welche von Lärm in der Nacht betroffen sind. Dabei ist unbekannt welcher Anzahl Haushalte diese Lärmklagen entsprechen, bestimmt sind einzelne Haushalte darunter, welche sich mehrmals über Lärm beklagt haben.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen unser Mediensprecher Alexander Bücheli unter der Nummer +41 76 574 49 76

Argumentarium

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Gemeinsame Stellungnahme zur Kulturbotschaft 2021 - 2024

Gemeinsame Stellungnahme zur Kulturbotschaft 2021 – 2024

Gemeinsam mit PromoterSuisse (Dachverband der Schweizer Musikveranstalter), SMPA (Swiss Music Promoter Association), PETZI Schweiz und weiteren Verbänden haben wir Stellung zur Kulturbotschaft 2021- 2024 bezogen. Gemeinsam sind wir irritiert darüber, dass es in keiner Art und Weise, z.B. in Form von Hearings, die Möglichkeit gab die Bedürfnisse und Anliegen der Nachtkulturunternehmen vor der Ausformulierung der Kulturbotschaft 2021 – 2024 einzubringen. Es überrascht uns deshalb nicht, dass aus Sicht der Bar & Club Kommission Zürich, die Kulturbotschaft 2021- 2024 ein grosses Defizit aufweist. Denn in keiner Art und Weise werden auf den rund 80 Seiten Musikspielstätten (Clubs, Konzert-, Eventlokale oder auch Bars mit einer kleinen Bühne) oder Popmusikfestival als förderungsfähig aufgeführt.

Unerklärlich, denn
> ohne Spielstätten keine Auftrittsmöglichkeiten, da bringt auch die beste Nachwuchsförderung nichts!
> Bei den Spielstätten und Festivals handelt es sich um einen eigenen Kosmos, bei welchen Musik mit visuellen Künsten, Design und interaktive Medien zusammenkommen, Kreation und Innovation im höchsten Mass gefördert wird.
> Es handelt sich um einen niederschwelligen Zugang zur Kultur, den jedes Jahr Millionen von meist jungen Bewohnerinnen der Schweiz eine kulturelle Teilhabe ermöglichen.
> Festivals und Grossevents den kulturellen Austausch und den Zusammenhalt innerhalb der Schweiz, sowohl unter den Gästen als auch bei den Musikern fördert.
> Grossevents wie die Street Parade oder das Paléo Festival, auch von Kultursachverständigen aus dem Ausland besucht werden, was wiederum den Export von Schweizer Musik fördert, ohne das dabei kostenintensive Showcases an ausländischen Festivals nötig sind.
> Der Bereich der Popmusikveranstaltungsbranche muss aus kultureller Perspektive als Ganzes betrachtet werden, und zwar als ein Ökosystem aus Künstlern aus den Bereichen Musik, Licht und Design, von Labels und Veranstaltungsorten.

Heute befindet sich die Popmusikveranstaltungsbranche in der Schweiz zunehmend unter Druck, die Hauptgründe dafür sind:
> Steigende Gagen von Künstler*innen auf einem globalen Markt
> Erhöhte Aufwände für Miete, Infrastruktur, Sicherheit und Personal
> Steigender Druck innerhalb der Städte, infolge Gentrifizierung und sich ändernden Nachbarschaften und daraus resultierenden Lärmklagen.

Gerade eine nationale Kulturbotschaft sollte aus Sicht der Bar & Club Kommission eine wichtige Funktion spielen, gar eine Pionierrolle einnehmen, wenn es um die kulturelle Anerkennung von Spielstätten (Club, Bars mit Bühne, Konzert- und Eventlocation) und Festivals geht. Eine solche Anerkennung würde die Veranstaltungsbranche stärken und sie befähigen mit den aktuellen Herausforderungen umzugehen. Weshalb wir im Namen der Bar & Club Kommission Zürich eine Integration der Spielorte der Popmusikveranstaltungsbranche, die auf kuratierte Musik setzen, in die Kulturbotschaft 2021 – 2024 und eine Bezeichnung von Spielstätten und Festivals als förderungsfähig fordern. Zudem soll als Herausforderung im Bereich Musik auf die Schwierigkeit von Spielstätten im Rahmen sich stetig wandelnden urbanen Zentren eingegangen werden.

Informationen zum Vernehmlassungsprozess
Detaillierte Stellungnahme