bck_home_template.php

Die Bar & Club Kommission Zürich ist eine im Jahr 2011 gegründete Interessengemeinschaft von Kulturunternehmen, die im Zürcher Nachtleben tätig sind. Als Dachverband setzt sich der Verein für die Anliegen und Interessen der Zürcher Bars, Clubs sowie Eventveranstalter ein und vertritt diese gegenüber der Politik, Wirtschaft und der breiten Öffentlichkeit.

content-archive.php
SBCK Medienmitteilung 11.06.2021: Eine erste Perspektive für Tanzveranstaltungen und die Nachtkultur in der Schweiz, doch für die meisten Clubs fehlt weiterhin die wirtschaftliche Grundlage

SBCK Medienmitteilung 11.06.2021: Eine erste Perspektive für Tanzveranstaltungen und die Nachtkultur in der Schweiz, doch für die meisten Clubs fehlt weiterhin die wirtschaftliche Grundlage

Die Schweizer Bar & Club Kommission ist erfreut darüber, dass der Bundesrat im Rahmen der nächsten Öffnungsschritte ab 28.06.2021, die heute in Konsultationg geschickt worden sind, den Schweizer Nachtkulturunternehmen, den Veranstalter:innen erstmals nach 8 Monaten wieder eine Perspektive bietet.

Die Möglichkeit Tanzveranstaltungen draussen mit bis zu 5’000 Gästen, basierend auf Zutrittsbeschränkung, dafür ohne Maskenpflicht, durchführen zu können, ist ein wichtiger Schritt für die Schweizer Veranstaltungsbranche. Nun liegt es an den Gemeinden und Kantonen diesen Sommer vereinfachte Möglichkeiten zu schaffen, dass solche Veranstaltungen in der Realität bewilligt und auch durchgeführt werden können. Erfreulich ist auch, dass für die Gastronomie die Anzahl der Personenzahl pro Tisch auf der Terrasse und in Innenräumen erhöht worden sind und das draussen die Maskentragpflicht fällt.

Anders sieht die Stimmung bei den Clubs aus. Die Beschränkung auf 250 Gäste (indoor) wird es nur den wenigsten Betrieben (ca. 1/5) ermöglichen, ihren Betrieb wirtschaftlich zu führen. Die meisten Betriebe würden mit dieser Einschränkung wohl noch geschlossen bleiben. Möchte der Bundesrat der Kultur der Nacht tatsächlich eine Perspektive bieten, muss die Zahl der Gäste auf 1’000 Personen erhöht werden.

Eine Zutrittsbeschränkung mittels Covid-19 Zertifikat stellt weiterhin eine Einschränkung der wirtschaftlichen Freiheit dar. Dabei hätte man sich gewünscht, im Rahmen von Pilotveranstaltungen, Erfahrungen mit dieser Schutzmassnahme zu sammeln. Die Schlüsselelemente sind das Covid-19 Zertifikat, dessen Befüllung mit Test- und Impfresultaten und die Bereitschaft der Bevölkerung dieses zu nutzen. Wie gross diese sein wird, wird sich wohl erst im Juli zeigen. Eine grosse Unsicherheit stellt weiterhin die Befüllung des Zertifikates dar, geschieht dies nicht möglichst bald und effizient, in allen Kantonen, dann nützt auch die beste technische Lösung nichts. Nicht nur dies, es braucht eine Vorgabe durch den Bund wie genügend, niederschwellige und kostenlose Testmöglichkeiten geschaffen werden können. Dies ist besonders wichtig um Jugendliche, die in der ersten Phase wohl nur mittels Covid-Tests ein Zertifikat erhalten, nicht zu diskriminieren.

Da für die Schweizer Nachtkulturunternehmen die wirtschaftliche Basis weiterhin noch nicht gegeben ist, nicht wenige Betriebe wohl trotz den Lockerungen noch gar nicht die Türen öffnen können, muss die Obergrenze für Härtefallhilfe sowie das Budget für Kulturausfallentschädigungen angehoben werden. Zudem braucht es eine klare Ansage, ab wann die Phase III eintritt, in welcher auch für Tanzveranstaltungen keine Schutzmassnahmen mehr umgesetzt werden müssen.

Mit der heute in die Konsultation geschickte Öffnungs-Tranche IIII reagiert der Bundesrat auf einen immer grösser werdenden Drang, nicht nur junger Menschen, das soziale Leben wieder aufzunehmen. Ein menschliches Bedürfnis welches jetzt schon zunehmend im Rahmen von privaten und illegalen Partys ohne Schutzkonzept gestillt wird. Es handelt sich um eine erste wichtige Perspektive, nun braucht es noch Nachbesserungen!

Medienmitteilung vom 11.06.2021

content-archive.php
SBCK Medienmitteilung 03.06.2021: Trauerspiel, anders kann das Verbot von wissenschaftlich-begleiteten Pilotveranstaltungen ohne zusätzliche Schutzmassnahmen durch den Bund nicht interpretiert werden

SBCK Medienmitteilung 03.06.2021: Trauerspiel, anders kann das Verbot von wissenschaftlich-begleiteten Pilotveranstaltungen ohne zusätzliche Schutzmassnahmen durch den Bund nicht interpretiert werden

First out, last in – treffender könnte man den Zustand der Schweizer Nachtkultur nicht bezeichnen. Durch die sich leider immer mehr abzeichnende Planlosigkeit des Bundes, was Veranstaltungen mit einem mobilen und tanzenden Publikum betrifft, besteht die grosse Gefahr, dass der Zustand der Perspektivlosigkeit unnötig verlängert wird. Der Entscheid keine Pilotveranstaltungen mit dem Ziel eines Wissensgewinns zuzulassen – sogar in Kantonen, welche solche Veranstaltungen geplant haben, zu intervenieren – ist sinnbildlich für die aktuelle Situation und vor allem auch unverständlich vor dem Hintergrund, dass sich das BAG in Bezug auf die weiterhin trotz Zutrittsbeschränkung geltenden zusätzlichen Schutzmassnahmen (Maskentragpflicht, sitzende Konsumation, Kapazitäts-beschränkungen) darauf beruft, dass trotz des erfolgreichen Testversuchs in Liverpool, zu wenig Daten vorliegen die belegen, dass eine Zutrittsbeschränkung als einzige Schutzmassnahme ausreicht. England, Holland, Spanien und weitere Länder haben es vorgemacht, wissenschaftlich begleitete Pilotversuche sind dort integraler Bestandteil der Exit-Strategie. Welche Strategie der Bund nun verfolgt, indem er im Rahmen der geplanten Pilotversuche einfach das wiederholen lässt, was man schon weiss, ist schlicht und einfach ein Rätsel. Denn selbst der vorgesehene Realitätscheck des Covid-19 Zertifikates wird im Juni nicht möglich sein, da dieses wohl noch nicht die nötigen Daten enthält! Zur gesamten Situation passt, dass jede Pilotveranstaltung ein Evaluationskonzept vorlegen muss, doch wie diese Daten zu welchem Zweck ausgewertet werden sollen, ist gänzlich unbekannt!

Die Gestalter:innen der Schweizer Nachtkultur haben sich seit Beginn der Pandemie solidarisch mit den Massnahmen des Bundes gezeigt. Weiterhin geht es nicht um eine Hauruck-Öffnung, sondern um Nachhaltigkeit. Doch genau das Thema Nachhaltigkeit scheint nicht zu interessieren, anders können die aktuellen Entscheide nicht aufgefasst werden. Umso bedauerlicher, wenn dabei kantonale Bestrebungen (Waadt, Bern und Zürich) unterbunden werden, selbst wenn wie in Zürich eine wissenschaftliche Begleitung durch die Universität Zürich vorgesehen war. Durch das, dass nur Pseudotestversuche erlaubt sind, wird eine ganze Branche diskriminiert, die sich notabene seit Ende März, leider erfolglos, für die Durchführung solcher Pilot-Tanzveranstaltungen zur Wissensgewinnung einsetzte!

Dringender denn je braucht es eine klare Ansage, welche Perspektive die Nachtkultur in der Schweiz hat. Denn zusätzliche Schutzmassnahmen an Veranstaltungen mit rigorosen Zutrittsbeschränkungen (GGG-Prinzip) werden mit zunehmendem Impffortschritt weiter an Akzeptanz verlieren. Zudem sollte es möglich sein, Veranstaltungen mit sitzender Konsumation, Kapazitätseinschränkungen, Contact Tracing und Maskenpflicht auch ohne Zutrittsbeschränkung durchführen zu können. Eine Perspektive für die Kultur der Nacht ist der Bundesrat nicht nur der Branche, sondern auch den jungen Menschen in diesem Lande schuldig, die seit Beginn der Pandemie auf vieles verzichtet haben, was ihr soziales Leben ausmacht.

Medienmitteilung vom 03.06.2021

content-archive.php
SBCK Medienmitteilung 24.05.2021: Das Covid-Zertifikat bietet eine Perspektive für die Nachtkultur – jetzt müssen die Umsetzungsdetails geklärt werden, damit nach dem virtuellen Club-Festival «Dance Together» vom letzten Wochenende bald wieder gemeinsam im Club getanzt werden kann.

SBCK Medienmitteilung 24.05.2021: Das Covid-Zertifikat bietet eine Perspektive für die Nachtkultur – jetzt müssen die Umsetzungsdetails geklärt werden, damit nach dem virtuellen Club-Festival «Dance Together» vom letzten Wochenende bald wieder gemeinsam im Club getanzt werden kann.

Grundsätzlich handelt es sich bei den letzten Mittwoch durch den Bundesrat vorgestellten Konkretisierungen bezüglich Einsatz des Covid-Zertifikats (GGG-Prinzip) um ein positives Signal, nach Monaten der Perspektivlosigkeit. Wird das Zertifikat wie angekündigt Anfangs Juni eingeführt, kann die Nachtkultur (Clubs, Tanzveranstaltungen) Ende Juni / Anfangs Juli mit einer Zutrittsbeschränkung auf Zertifikatsinhaber*innen wieder zugelassen werden.

Die Umsetzungsdetails sind noch unklar, allerdings geht die SBCK der Logik des Bundesrats folgend davon aus, dass sich auf Grund der Zutrittsbeschränkung – dem Schaffen einer covid-freien Zone – keine weiteren Schutzmassnahmen wie Kapazitätsbeschränkungen, Maskenpflicht oder sitzende Konsumation rechtfertigen lassen. Um die Akzeptanz des Zertifikats nicht zu gefährden sowie einer Diskriminierungsdiskussion vorzugreifen muss der Bundesrat sicherstellen, dass Testresultate von Beginn an als Alternative zur Impfung in das Zertifikat integriert werden können. Die Kantone sollen entsprechende Test-Kapazitäten gewährleisten, um den erhöhten Testbedarf bewältigen zu können. Und die Tests müssen als Alternative zur Gratis-Impfung kostenlos sein.

Die SBCK sowie ihre regionalen Verbände haben die folgenden Forderungen erarbeitet, damit das Öffnungsszenario des Bundesrats umsetz- sowie nachvollziehbar ausgestaltet werden kann:

  • Auf Grund der Schutzmassnahme Zutrittsbeschränkung (GGG-Prinzip) lassen sich keine weiteren Massnahmen (wie Maskenpflicht, Kapazitätsbeschränkung, Konsumationsverbot / sitzende Konsumation) rechtfertigen.
  • Im Juni sollen GGG-Pilotveranstaltungen im Clubsetting durchgeführt werden. Diese ermöglichen es die Umsetzbarkeit der Zutrittsbeschränkungen zu prüfen.
  • Darauf aufbauend sollen Tanzveranstaltungen mit bis zu 3’000 Personen ab Ende Juni / Anfangs Juli wieder durchgeführt werden können, sofern die epidemiologische Lage stabil bleibt.
  • Um eine Diskriminierung der jungen, ungeimpften Bevölkerung zu verhindern, muss der Zugang zu den Tests niederschwellig und kostenlos sein. Die Kantone sollen die entsprechenden Testkapazitäten gewährleisten, um die erhöhte Nachfrage bewältigen zu können.
  • Das vom Bund geplante Covid-19-Zertifikat muss im Juni bereit sein für einen Testbetrieb (Pilotveranstaltungen).
  • Negativ getestete sowie genesene Personen müssen das Covid-Zertifikat ab Einführung ebenfalls nutzen können.
  • Klärung der Haftungsfrage: was passiert wenn ein Gast den Vorverkauf nutzt und dann positiv auf Covid-19 getestet wird? Liegt das Risiko alleine beim Gast?

Zudem nehmen wir den Bundesrat beim Wort, dass die Zutrittsbeschränkung auf Zertifikatsinhaber nur eine vorübergehende Massnahme während der Phase II, Stabilisierungsphase, darstellt. Denn eine solche Einschränkung der persönlichen und wirtschaftlichen Freiheit lässt sich nur für einen bestimmten, möglichst kurzen, Zeitraum rechtfertigen. Es braucht eine konkrete Ansage, dass bei weiterhin stabiler epidemiologischer Lage sowie dem geplanten Impffortschritt ab der Phase 3, voraussichtlich September, keine Einschränkungen für die Nachtkultur mehr gelten werden.

Auch wenn das Covid-Zertifikat eine erste Perspektive darstellt, wird es noch weitere Monate dauern bis die Nachtkultur so etwas wie Normalität verspüren wird. Unabhängig ob Härtefall oder Entschädigung für Kulturunternehmen – die Covid-19 Unterstützung muss weitergeführt werden.

Dance Together – well, at least virtually…
Das virtuelle Club-Festival «Dance Together» hat letztes Wochenende einmal mehr aufgezeigt, welch wichtige Aufgabe die Nachtkultur innerhalb unserer Gesellschaft einnimmt. Über 500 Gäste (Avatare) nutzten die Möglichkeit sich zumindest virtuell mit Gleichgesinnten zu treffen. Die Beliebtheit der Videochat-Funktion bestätigt, wie wichtig der soziale Austausch mit gleichgesinnten im Rahmen einer Clubnacht ist und wie sehr unsere Gäste dies vermissen. Doch es zeigte sich auch wie wenig sich das Nachtleben durch eine virtuelle Welt ersetzen lässt und wie sehr die Bevölkerung sich nach realer Nachtkultur sehnt.

Seit Jahren weisen wir darauf hin, dass Kultur- und Gastrobetriebe wichtige soziale Aufgaben übernehmen, jungen (und älteren) Menschen einen geschützten (kreativen, kuratierten, organisierten, sicheren, …) Rahmen für die so wichtige Work-Life-Balance bieten – und nicht zuletzt deshalb system- und gesellschaftsrelevant sind. Nicht nur die Nachtkulturunternehmen, sondern die gesamte Gesellschaft – insbesondere die Jugend – braucht nun nach über einem Jahr Pandemie eine Aussicht auf Normalisierung.

Medienmitteilung vom 24.05.2021

content-archive.php
Samstag 22.05.2021 «Dance Together» – Erstes schweizweites virtuelles Clubfestival - Fünf Schweizer Städte tanzen gemeinsam durch die Nacht

Samstag 22.05.2021 «Dance Together» – Erstes schweizweites virtuelles Clubfestival – Fünf Schweizer Städte tanzen gemeinsam durch die Nacht

Trotz ersten zaghaften Schimmern am Horizont, stecken die Clubs noch für Wochen in der Pandemie, completely locked down. First out, last In. Doch «Dance Together» schafft nun am Samstag, den 22.05.2021, nicht nur eine Auftrittsmöglichkeit für Künstler*innen – das virtuelle Club-Festival soll den Gästen helfen die Zeit des Wartens aufs (Nacht-) Leben corona-konform zu überbrücken. Als  Zeichen für die Community lanciert die Schweizer Bar und Club Kommission das erste nationale Club-Festival. «Dance Together» verbindet die Städte Basel, St. Gallen, Bern, Zürich und Lausanne und bietet den seit Monaten geschlossenen Kulturbetrieben sowie deren Gästen eine Plattform, um sich zumindest im virtuellen Raum begegnen zu können.

Im Vordergrund eines Clubbesuches steht nicht nur die Musik, sondern auch der soziale Austausch. «Dance Together» ist deshalb mehr als ein Musikstream – dank der Zusammenarbeit mit dem Zürcher Start-Up Fruss AG kommt eine Technologie zur Anwendung, welche Interaktionen in Form von Telefon- und Videochats mit und zwischen den Gästen erlaubt. Dadurch kann nicht nur der kulturelle Inhalt, sondern auch die wichtige soziale Komponente eines Clubbesuches transportiert werden.

«Dance Together» gibt am Samstag, den 22. Mai, der Nightlife-Community die Gelegenheit als Avatar die virtuellen Ableger des D! (Lausanne), Balz (Basel), Kugl (Sankt Gallen), Mascotte / Plaza (Zürich) sowie Bern (Kapitel) zu besuchen und mit Gleichgesinnten zu tanzen oder per Voice- oder Video-Call zu chatten. Insgesamt beteiligen sich mehr als 30 Künstler*innen und 20 Partner-Labels am künstlerischen Programm.

Die Stadt Zürich wird dabei durch die beiden Clubs Mascotte und Plaza vertreten. Zusammen mit dem bekannten Partylabel «Restlezz» wurde «HOT CITY» kreiert. Eine Clubnacht bestehend aus 5 beliebten und über die Stadtgrenze Zürichs hinaus bekannten Urban-Partylabels sowie dazugehörendem top DJ-Line Up. First class HipHop, RnB, Afrobeats, Reggaeton und Oldschool, live gestreamt aus dem Club Mascotte…direkt rein in eure Stuben!

Mascotte, Plaza, RESTLEZZ
Hot City
HipHop, RnB, Aftrobeats, Reggaeton & Oldschool
23.00 K-Rim (Silk)
24.00 Ker (Place To Be)
01.00 Platinum (The Message)
02.00 Nonstop (La Nuit)

Medienmitteilung vom 21.05.2021

Samstag 22.05.2021 «Dance Together» – Erstes schweizweites virtuelles Clubfestival - Fünf Schweizer Städte tanzen gemeinsam durch die Nacht
content-archive.php
BCK MEDIENMITTEILLUNG:  Defacto Schliessung von Musik-Clubs und Musik-Bars durch den Bund, wie weiter?

BCK MEDIENMITTEILUNG 19.05.2021: Positive Signale heute vom Bundesrat mit vielen Fragezeichen

Der Bundesrat hat heute darüber informiert, wann das Covid-19 Zertifikat in der Schweiz eingeführt werden soll. Mit der Einführung einhergehend, sprach er sich auch für eine mögliche Öffnung von Diskotheken, mittels einer Zugangsbeschränkung auf Genesen, Gesund und Geimpft (GGG-Prinzip) aus. Wird das Zertifikat planmässig eingeführt, könnte dies frühestens ab Ende Juni der Fall sein! Dabei gehen wir davon aus, dass eine solche Zugangsbeschränkung, andere Massnahmen wie die Maskentragpflicht, nicht mehr nötig macht. Das sind nach Monaten, durchaus positive News, doch damit die Kultur der Nacht tatsächlich eine Perspektive erhält, muss noch viel passieren:

  • Im Juni sollen erste GGG-Pilotveranstaltungen im Clubsetting, ohne weitere Schutzmassnahmen wie Maskenpflicht, durchgeführt werden. Diese ermöglichen es die Umsetzbarkeit der Zugangsbeschränkungen auf das Covid-19 Zertifikat zu prüfen.
  • Um eine Diskriminierung der jungen, ungeimpften Bevölkerung zu verhindern, muss der Zugang zu den Tests möglichst niederschwellig und kostenlos sein.
  • Die Veranstaltungsbranche soll in den Entwicklungsprozess einbezogen werden, damit das Zertifikat möglichst praxistauglich ausfällt.

Zudem nehmen wir den Bundesrat beim Wort, dass das Zertifikat nur eine vorübergehende Massnahme während der Stabilisierungsphase darstellt. Denn ein solche Einschränkung der persönlichen und wirtschaftlichen Freiheit lässt sich nur für ein bestimmten, möglichst kurzen Zeitraum rechtfertigen. Es braucht eine konkrete Ansage, dass bei weiterhin stabiler epidemiologischer Lage sowie dem geplanten Impffortschritt ab der Phase 3 keine Einschränkungen für die Nachtkultur mehr gelten werden.

Medienmitteilung vom 19.06.2021