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Die Bar & Club Kommission Zürich ist eine im Jahr 2011 gegründete Interessengemeinschaft von Kulturunternehmen, die im Zürcher Nachtleben tätig sind. Als Dachverband setzt sich der Verein für die Anliegen und Interessen der Zürcher Bars, Clubs sowie Eventveranstalter ein und vertritt diese gegenüber der Politik, Wirtschaft und der breiten Öffentlichkeit.

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Gemeinsam kommen wir da durch, gemeinsam werden wir auch wieder tanzen

Kampax Kampagne – Supermarket, Homophobie Vorwurf

Auch die BCK ist erschüttert. Solch menschenfeindliche und diskriminierende Aussagen sind nicht tolerierbar. Sie verleugnen unsere Wurzeln und unseren Glauben an die nächtliche Kultur der Offenheit! Für die BCK ist der Dialog ein wichtiges Instrument des Verbandswesen, weshalb wir das Gespräch gesucht haben. Im Rahmen dessen hat der Supermarket mit Nachdruck darauf bestanden, dass diese Aussagen nicht vom Absender stammen.

Des Weiteren hat der Supermarket den am 12.06.2021, aufgrund der Haltung der BCK in Bezug auf Covid-19, per WhatsApp eingereichte Austritt bestätigt. Somit ist der Supermarket per 01.07.2021 kein offizielles Mitglied der Bar & Club Kommission Zürich mehr.

Als Verband werden wir uns weiterhin im Rahmen von Personal- und Securityschulungen, Podiumsdiskussionen, Kampagnen und öffentlichen Statements für eine tolerante und offene Gesellschaft einsetzen. Dem Supermarket wünschen wir, dass er diese Angelegenheit geklärt kriegt und die dafür nötige Zeit erhält!

Genauso wie wir uns vor menschenfeindlichen und diskriminierenden Aussagen distanzieren, verurteilen wir auch jegliche Gewaltaufrufe, denn Liebe und Respekt kann nur für Allegelten!

#Pride#strongertogether#bettertogether#united#unstoppable#loveislove#lgbtiqpride#lgbtiq#queer#proud

Kampax Kampagne - Supermarket, Homophobie Vorwurf
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SBCK Statement 23.06.2021: Öffnungsschritt V, Erleichterung für das Schweizer Nachtleben, doch..

SBCK Statement 23.06.2021: Öffnungsschritt V, Erleichterung für das Schweizer Nachtleben, doch..

First out, last in hat sich bewahrheitet. Nach acht (!) Monaten hat eine ganze Branche auf dieses Signal gewartet. Der Entscheid des Bundesrates, Tanzveranstaltungen auch indoor, mit einer Zertifikats-Zutrittsbeschränkung, ohne weitere Schutzmassnahmen wieder zuzulassen, hat grosse Erleichterung ausgelöst. Da der Bundesrat neben der Zertifikats-Zutrittsbeschränkung konsequenterweise auf weitere Massnahmen wie Kapazitätseinschränkung, Maskenpflicht verzichtet, bietet sich erstmals eine Perspektive für die Nachtkulturunternehmen in der Schweiz!

Die Zutrittsbeschränkung stellt weiterhin eine grosse Einschränkung der wirtschaftlichen Freiheit dar. Deshalb ist es wichtig, dass es sich um eine zeitlich limitierte Massnahme handelt. Hier fehlt weiterhin eine klare Ansage, ab wann die Phase III eintritt, in welcher auch an Tanzveranstaltungen keine Schutzmassnahmen mehr umgesetzt werden müssen. Damit eine Zutrittsbeschränkung mittels Covid-Zertifikat funktioniert, stehen nun auch die Kantone in der Verantwortung, genügend niederschwellige Testkapazitäten zur Verfügung zu stellen. Hier zeichnen sich für das erste Wochenende grosse Schwierigkeiten ab, die wenigstens Orte wo Tests durchgeführt werden, verfügen schon über die Möglichkeit, Zertifikate auszustellen. Anscheinend wurden nicht nur die Gestalter:innen des Schweizer Nachtlebens, sondern auch das Bundesamt für Informatik und die Kantone vom Tempo des Bundesrates überrascht.

Auch wenn es sich um ein wichtiges erstes Signal nach Monaten der Perspektivlosigkeit handelt, bedeutet die Zertifikats-Zutrittsbeschränkung noch lange keine Normalität. Musik-Clubs sind die einzigen Orte in der Schweiz wo ein Zertifikatspflicht besteht. Trotz der Möglichkeit sich kostenlos für das Zertifikat testen zu lassen, werden Menschen ausgeschlossenen, was der nächtlichen Kultur der Offenheit widerspricht. Um diese beibehalten zu können, wäre es wichtig gewesen, Tanzveranstaltungen auch mit Maskentragpflicht, eingeschränkter Kapazität, Contact Tracing und sitzender Konsumation jedoch ohne Zertifikats-Zugangsbeschränkungen zuzulassen!

Trotz den Herausforderungen überwiegt die Freude nach acht Monaten wieder der Arbeit, der Passion nachgehen zu dürfen. Doch die Nachtkulturunternehmen der Schweiz werden in dieser Zwischenphase weiterhin auf Unterstützung angewiesen sein, weshalb die Obergrenze für Härtefallhilfe und die Entschädigung für Kulturunternehmen angehoben werden muss.

Musterschutzkonzept Clubveranstaltungen
Schema Eingangskontrolle Covid-Zertifikat

SBCK ist:
Bar & Club Kommission Zürich (BCK), Bar und Club Kommission Bern (BuCK), Grand Conseil de la Nuit Genève, Nacht Gallen St. Gallen, Bar- und Club Vereinigung Winterthur (BCVW), Kultur & Gastronomie Basel (K&G Basel), La Belle Nuit (LBN) Lausanne et Vaud

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SBCK Medienmitteilung 22.06.2021: Öffnungsschritt V, ab 28.06., eine erste Perspektive, doch für die Clubs in der Schweiz fehlt die wirtschaftliche Grundlage.

SBCK Medienmitteilung 22.06.2021: Öffnungsschritt V, ab 28.06., eine erste Perspektive, doch für die Clubs in der Schweiz fehlt die wirtschaftliche Grundlage.

Diesen Mittwoch wird der Bundesrat über die nächsten Öffnungsschritte, welche ab dem 28.06.2021 in Kraft treten, informieren. Dabei ist auch vorgesehen, dass Clubs mit Zertifikats-Zugangsbeschränkung, einer Auslastung von 50% der bewilligten Kapazität sowie einer absoluten Obergrenze von 250 Personen wieder öffnen dürfen. Diese Einschränkungen bieten keinem Kulturunternehmen in der Schweiz auch nur annähernd eine wirtschaftliche Basis. Acht (!) Monate hat eine ganze Branche, haben die Jugendlichen in der Schweiz, auf dieses Signal gewartet, doch nach der Prüfung der Konsultationsunterlagen und unter der Berücksichtigung der aktuellen epidemiologischen Lage, ist die Ernüchterung gross.

Jetzt öffnen, Zertifikats-Zutrittsbeschränkung wenn nötig im Herbst
Aus der Sicht der Schweizer Bar und Club Kommission (SBCK) antizipiert der Öffnungsschritt V zu wenig die aktuelle epidemiologische Lage. Diese verbessert sich kontinuierlich, obwohl die Innenräume wieder geöffnet sind und sich nur noch die wenigsten Menschen an die Covid-19 Massnahmen halten. Zudem wird die Impfquote anfangs Juli die 40% überschritten haben.

Wenn ab 28. Juni mit Covid-Zertifikat, dann:

  • Ohne weitere Schutzmassnahmen, denn das Covid-Zertifikat stellt genügend Sicherheit dar.
  • Sollen Tanzveranstaltungen mit Zutritts-Beschränkung auch drinnen und ohne Maskentragpflicht mit bis zu 1’000 Besucherinnen und Besuchern möglich sein.
  • Müssen genügend niederschwellige und kostenlose Testkapazitäten zur Verfügung stehen.
  • Muss die Obergrenze für Härtefallhilfe sowie das Budget für Kulturausfallentschädigungen angehoben werden.
  • Braucht es eine klare Ansage, ab wann die Phase III eintritt, in welcher auch für Tanzveranstaltungen keine Schutzmassnahmen mehr umgesetzt werden müssen.

Grundsätzlich soll auch die Möglichkeit bestehen, Tanzveranstaltungen mit Maskentragpflicht, eingeschränkter Kapazität, Contact Tracing und sitzender Konsumation jedoch ohne Zertifikats-Zugangsbeschränkung durchzuführen!

Lieber Bundesrat, schauen sie der Realität in diesem Land ins Auge: die Menschen drängen darauf das soziale Leben wieder in Angriff zu nehmen. Jetzt braucht es Normalität – das Zertifikat für Veranstaltungen kann, wenn es angezeigt ist (sprich bei einer Verschlechterung der epidemiologischen Lage), immer noch im Herbst eingeführt werden! Das Aufrechterhalten von solch rigorosen Einschränkungen für die Veranstaltungsbranche entbehrt jeder Verhältnismässigkeit, gefährdet die Akzeptanz der Schutzmassnahmen und drängt die jungen Menschen zum Besuch von illegalen Veranstaltungen ohne lästige und für sie nicht mehr nachvollziehbare Einschränkungen.

Medienmitteilung SBCK vom 21.06.2021

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SBCK Medienmitteilung 11.06.2021: Eine erste Perspektive für Tanzveranstaltungen und die Nachtkultur in der Schweiz, doch für die meisten Clubs fehlt weiterhin die wirtschaftliche Grundlage

SBCK Medienmitteilung 11.06.2021: Eine erste Perspektive für Tanzveranstaltungen und die Nachtkultur in der Schweiz, doch für die meisten Clubs fehlt weiterhin die wirtschaftliche Grundlage

Die Schweizer Bar & Club Kommission ist erfreut darüber, dass der Bundesrat im Rahmen der nächsten Öffnungsschritte ab 28.06.2021, die heute in Konsultationg geschickt worden sind, den Schweizer Nachtkulturunternehmen, den Veranstalter:innen erstmals nach 8 Monaten wieder eine Perspektive bietet.

Die Möglichkeit Tanzveranstaltungen draussen mit bis zu 5’000 Gästen, basierend auf Zutrittsbeschränkung, dafür ohne Maskenpflicht, durchführen zu können, ist ein wichtiger Schritt für die Schweizer Veranstaltungsbranche. Nun liegt es an den Gemeinden und Kantonen diesen Sommer vereinfachte Möglichkeiten zu schaffen, dass solche Veranstaltungen in der Realität bewilligt und auch durchgeführt werden können. Erfreulich ist auch, dass für die Gastronomie die Anzahl der Personenzahl pro Tisch auf der Terrasse und in Innenräumen erhöht worden sind und das draussen die Maskentragpflicht fällt.

Anders sieht die Stimmung bei den Clubs aus. Die Beschränkung auf 250 Gäste (indoor) wird es nur den wenigsten Betrieben (ca. 1/5) ermöglichen, ihren Betrieb wirtschaftlich zu führen. Die meisten Betriebe würden mit dieser Einschränkung wohl noch geschlossen bleiben. Möchte der Bundesrat der Kultur der Nacht tatsächlich eine Perspektive bieten, muss die Zahl der Gäste auf 1’000 Personen erhöht werden.

Eine Zutrittsbeschränkung mittels Covid-19 Zertifikat stellt weiterhin eine Einschränkung der wirtschaftlichen Freiheit dar. Dabei hätte man sich gewünscht, im Rahmen von Pilotveranstaltungen, Erfahrungen mit dieser Schutzmassnahme zu sammeln. Die Schlüsselelemente sind das Covid-19 Zertifikat, dessen Befüllung mit Test- und Impfresultaten und die Bereitschaft der Bevölkerung dieses zu nutzen. Wie gross diese sein wird, wird sich wohl erst im Juli zeigen. Eine grosse Unsicherheit stellt weiterhin die Befüllung des Zertifikates dar, geschieht dies nicht möglichst bald und effizient, in allen Kantonen, dann nützt auch die beste technische Lösung nichts. Nicht nur dies, es braucht eine Vorgabe durch den Bund wie genügend, niederschwellige und kostenlose Testmöglichkeiten geschaffen werden können. Dies ist besonders wichtig um Jugendliche, die in der ersten Phase wohl nur mittels Covid-Tests ein Zertifikat erhalten, nicht zu diskriminieren.

Da für die Schweizer Nachtkulturunternehmen die wirtschaftliche Basis weiterhin noch nicht gegeben ist, nicht wenige Betriebe wohl trotz den Lockerungen noch gar nicht die Türen öffnen können, muss die Obergrenze für Härtefallhilfe sowie das Budget für Kulturausfallentschädigungen angehoben werden. Zudem braucht es eine klare Ansage, ab wann die Phase III eintritt, in welcher auch für Tanzveranstaltungen keine Schutzmassnahmen mehr umgesetzt werden müssen.

Mit der heute in die Konsultation geschickte Öffnungs-Tranche IIII reagiert der Bundesrat auf einen immer grösser werdenden Drang, nicht nur junger Menschen, das soziale Leben wieder aufzunehmen. Ein menschliches Bedürfnis welches jetzt schon zunehmend im Rahmen von privaten und illegalen Partys ohne Schutzkonzept gestillt wird. Es handelt sich um eine erste wichtige Perspektive, nun braucht es noch Nachbesserungen!

Medienmitteilung vom 11.06.2021

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SBCK Medienmitteilung 03.06.2021: Trauerspiel, anders kann das Verbot von wissenschaftlich-begleiteten Pilotveranstaltungen ohne zusätzliche Schutzmassnahmen durch den Bund nicht interpretiert werden

SBCK Medienmitteilung 03.06.2021: Trauerspiel, anders kann das Verbot von wissenschaftlich-begleiteten Pilotveranstaltungen ohne zusätzliche Schutzmassnahmen durch den Bund nicht interpretiert werden

First out, last in – treffender könnte man den Zustand der Schweizer Nachtkultur nicht bezeichnen. Durch die sich leider immer mehr abzeichnende Planlosigkeit des Bundes, was Veranstaltungen mit einem mobilen und tanzenden Publikum betrifft, besteht die grosse Gefahr, dass der Zustand der Perspektivlosigkeit unnötig verlängert wird. Der Entscheid keine Pilotveranstaltungen mit dem Ziel eines Wissensgewinns zuzulassen – sogar in Kantonen, welche solche Veranstaltungen geplant haben, zu intervenieren – ist sinnbildlich für die aktuelle Situation und vor allem auch unverständlich vor dem Hintergrund, dass sich das BAG in Bezug auf die weiterhin trotz Zutrittsbeschränkung geltenden zusätzlichen Schutzmassnahmen (Maskentragpflicht, sitzende Konsumation, Kapazitäts-beschränkungen) darauf beruft, dass trotz des erfolgreichen Testversuchs in Liverpool, zu wenig Daten vorliegen die belegen, dass eine Zutrittsbeschränkung als einzige Schutzmassnahme ausreicht. England, Holland, Spanien und weitere Länder haben es vorgemacht, wissenschaftlich begleitete Pilotversuche sind dort integraler Bestandteil der Exit-Strategie. Welche Strategie der Bund nun verfolgt, indem er im Rahmen der geplanten Pilotversuche einfach das wiederholen lässt, was man schon weiss, ist schlicht und einfach ein Rätsel. Denn selbst der vorgesehene Realitätscheck des Covid-19 Zertifikates wird im Juni nicht möglich sein, da dieses wohl noch nicht die nötigen Daten enthält! Zur gesamten Situation passt, dass jede Pilotveranstaltung ein Evaluationskonzept vorlegen muss, doch wie diese Daten zu welchem Zweck ausgewertet werden sollen, ist gänzlich unbekannt!

Die Gestalter:innen der Schweizer Nachtkultur haben sich seit Beginn der Pandemie solidarisch mit den Massnahmen des Bundes gezeigt. Weiterhin geht es nicht um eine Hauruck-Öffnung, sondern um Nachhaltigkeit. Doch genau das Thema Nachhaltigkeit scheint nicht zu interessieren, anders können die aktuellen Entscheide nicht aufgefasst werden. Umso bedauerlicher, wenn dabei kantonale Bestrebungen (Waadt, Bern und Zürich) unterbunden werden, selbst wenn wie in Zürich eine wissenschaftliche Begleitung durch die Universität Zürich vorgesehen war. Durch das, dass nur Pseudotestversuche erlaubt sind, wird eine ganze Branche diskriminiert, die sich notabene seit Ende März, leider erfolglos, für die Durchführung solcher Pilot-Tanzveranstaltungen zur Wissensgewinnung einsetzte!

Dringender denn je braucht es eine klare Ansage, welche Perspektive die Nachtkultur in der Schweiz hat. Denn zusätzliche Schutzmassnahmen an Veranstaltungen mit rigorosen Zutrittsbeschränkungen (GGG-Prinzip) werden mit zunehmendem Impffortschritt weiter an Akzeptanz verlieren. Zudem sollte es möglich sein, Veranstaltungen mit sitzender Konsumation, Kapazitätseinschränkungen, Contact Tracing und Maskenpflicht auch ohne Zutrittsbeschränkung durchführen zu können. Eine Perspektive für die Kultur der Nacht ist der Bundesrat nicht nur der Branche, sondern auch den jungen Menschen in diesem Lande schuldig, die seit Beginn der Pandemie auf vieles verzichtet haben, was ihr soziales Leben ausmacht.

Medienmitteilung vom 03.06.2021